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Schneesturm tötet 29 Wanderer im Himalaja

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Baku,16. Oktober, AZERTAG

Ein heftiger Schneesturm im Himalaya hat mindestens 29 Menschen das Leben gekostet, zu Dutzenden Wanderern haben die Bergungskräfte noch immer keinen Kontakt.133 Wanderer wurden inzwischen gerettet - viele von ihnen mit Erfrierungen.

Nach dem überraschenden Schneesturm im Himalaya werden noch Dutzende Wanderer und Bergsteiger vermisst. Die Zahl der Menschen, die nur noch tot geborgen werden konnten oder die offiziell für tot erklärt wurden, stieg am Donnerstag auf 29. Die Verstorbenen stammen Medienberichten zufolge aus Nepal, Kanada, Polen, Israel, Slowenien, Indien, Deutschland und Vietnam.

Unter den Opfern sind auch drei Yak-Hirten. Fünf Bergsteiger, deren Lager von einer Lawine getroffen wurde, sind vermutlich ebenfalls ums Leben gekommen. Bis zum Donnerstag seien 133 Wanderer gerettet worden, sagte ein Polizeisprecher. Viele von ihnen hatten Erfrierungen und wurden in Krankenhäuser nach Kathmandu gebracht.

Die Ausläufer des Zyklons „Hudhud“ hatten am Dienstag für einen vorzeitigen Wintereinbruch in Nepal gesorgt. Eine der am schlimmsten betroffenen Regionen war das Gebiet um den Achttausender Annapurna, wo jeden Herbst Wanderer aus aller Welt Treckingtouren machen. Der Oktober ist gewöhnlich einer der besten Monate für Wanderungen und lockt jedes Jahr Tausende Bergsteiger an.

Die Bergungskräfte konzentrierten ihre Suche vor allem auf den beliebten Rundwanderweg am 8091 Meter hohen Annapurna. Die Suche nach den Vermissten sei schwierig, weil die Mobilfunkverbindungen schlecht seien, erklärte ein Polizeisprecher. Es sei noch nicht klar, wie viele Menschen noch vermisst würden, sagte ein Behördensprecher. Er gehe von Dutzenden aus.

Die italienische Zeitung República berichtete, es gebe seit Beginn der Schneefälle keinen Kontakt mehr zu 85 Touristen. Die Fluglinie Manang Air, die bei den Rettungsarbeiten hilft, erklärte, ihre Piloten hätten noch mehrere Leichen im Schnee gesehen.

Sie schleppen Gepäck, installieren Leitern und Brücken: Für etwa zehn Euro am Tag leisten einheimische Bergführer am Mount Everest existenzielle Arbeiten. Das jüngste Lawinenunglück belegt das auf tragische Weise. Jetzt wurde das 13. Todesopfer geborgen.

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