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Schweres Erdbeben erschüttert Neuseelands Südinsel

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Baku, 14. November, AZERTAC 

Neuseeland kommt nicht zur Ruhe. Nach dem schweren Erdbeben mit zwei Todesopfern gab es Dutzende Nachbeben, das heftigste hatte eine Stärke von 6,2. Allmählich wird das Ausmaß der Zerstörung sichtbar.

Ein Nachbeben der Stärke 6,2 hat Neuseelands Südinsel erschüttert. Das Zentrum war etwa 120 Kilometer nordöstlich von Christchurch. Bei dem neuen Beben haben Erdrutsche zahlreiche Straßen verschüttet, Hunderte Häuser wurden teils schwer beschädigt und in größeren Landstrichen fiel der Strom aus. Straßen rissen auf.

Videos aus Überwachungskameras zeigten Supermärkte, in denen Flaschen und Nahrungsmittel aus den Regalen geschleudert wurden. Einwohner veröffentlichten Fotos von umgekippten Regalen und bröckelnden Zimmerdecken in sozialen Medien.

Besonders betroffen war der Ort Kaikoura etwa 180 Kilometer nördlich von Christchurch. Er hat rund 2000 Einwohner. Dort wurde nach Medienberichten eine mehr als Hundertjährige aus den Trümmern ihres Hauses gerettet. Eine Person kam ums Leben, wie der Arzt des Kaikoura-Krankenhauses, Christopher Henry, im Fernsehen bestätigte. Sechs Menschen seien mit Verletzungen nach Christchurch geflogen worden, 15 würden vor Ort behandelt. Eine weitere Person kam im Skigebiet Mt. Lyford ums Leben.

Nördlich von Kaikoura ging ein Erdrutsch in das Flussbett des Clarence nieder und staute das Wasser. Die Behörden warnten die Menschen in der Region, Abstand zum Fluss zu halten, weil das gestaute Wasser jederzeit durch die Schlammmassen brechen und eine Flutwelle auslösen könnte.

Neuseelands Regierungschef John Key überflog die Region im Hubschrauber und sah an der Küste nördlich von Christchurch die massiven Felsabstürze. "Dort ist einfach absolute Verwüstung. Es wird Monate dauern, das wieder herzurichten", sagte er. Am Morgen hatte er in der Hauptstadt Wellington 40 Touristen besucht, die in der Nacht im Parlamentsgebäude Zuflucht bekommen hatten.

Die Erde hatte kurz nach Mitternacht Ortszeit gebebt. Das Deutsche Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam gab die Stärke mit 7,9 an, die US-Erdbebenwarte USGS mit 7,8. In Neuseeland selbst war von 7,5 die Rede. An einigen Küsten brachen mehr als zwei Meter hohe Tsunami-Wellen herein.

Christchurch hatte erst 2011 ein verheerendes Beben erlebt. Dabei waren 185 Menschen umgekommen.

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