WIRTSCHAFT


Shells Gewinn bricht um fast 90 Prozent ein

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Baku, 4. Februar, AZERTAC

Der Verfall des Ölpreises trifft Shell schwer. 2015 machte der Ölkonzern im Vergleich zum Vorjahr nur noch einen kleinen Gewinn. Konzernchef van Beurden kündigt weitere Kürzungen an.

Die niedrigen Öl- und Gaspreise haben den Gewinn beim Ölkonzern Shell einbrechen lassen. Im vergangenen Jahr verdiente das Unternehmen nach eigenen Angaben nur noch 1,9 Milliarden Dollar - ein Minus von fast 90 Prozent.

Als Konsequenz plant Shell weitere Einschnitte. Konzernchef Ben van Beurden kündigte zusätzliche "wirkungsvolle Entscheidungen" an, um die Folgen des Ölpreisverfalls zu bewältigen.

Shell steht kurz vor der Übernahme des Konkurrenten BG Group. Im Zuge der Übernahme sollen in beiden Unternehmen rund 10.000 Stellen abgebaut werden. Inzwischen haben die Aktionäre beider Unternehmen dem Kauf zugestimmt. Der Abschluss der Transaktion sei daher nur noch eine Frage von Wochen, so van Beurden.

Der Ölpreis ist im Laufe des vergangenen Jahres wegen des weltweiten Überangebots - und sinkenden Verbrauchs - um rund ein Drittel eingebrochen. Die großen Konzerne der Branche senken deswegen massiv ihre Kosten, indem sie Stellen streichen und Investitionen kürzen.

BP hatte bereits zu Wochenbeginn seine Zahlen vorgelegt. Der Konzern machte mit 6,5 Milliarden Euro den höchsten Verlust seit zwei Jahrzehnten. Auch die US-Branchengiganten Exxon Mobil und Chevron präsentierten zuletzt die schwächsten Bilanzen seit mehr als einem Jahrzehnt.

Wie seine Konkurrenten lässt aber auch Shell die Dividende unangetastet. Seinen Aktionären will Shell Chart zeigen 1,88 Dollar je Aktie für 2015 zahlen. Im laufenden Jahr soll die Gewinnausschüttung mindestens dieses Niveau erreichen.

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