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Sicherheitsrat schickt fast 12.000 Mann starke Blauhelmmission nach Zentralafrika

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Baku, den 10. April (AZERTAG). Der Sicherheitsrat hat den Einsatz einer fast 12.000 Mann starken Blauhelmmission in der Zentralafrikanischen Republik genehmigt. Es ist einer der größten UN-Einsätze. Der Sicherheitsrat hat einer entsprechenden von Frankreich eingereichten Resolution zugestimmt. Sie sieht die Entsendung von 10.000 Soldaten und 1.800 Polizisten in das Bürgerkriegsland vor. Sie sollen im September die Truppe der Afrikanischen Union ersetzen, die dort im Moment mit etwa 5.000 Soldaten im Einsatz ist.

Die UN-Soldaten sollen dabei helfen, das Land zu stabilisieren und Zivilisten schützen. In Zentralafrika bekämpfen sich muslimische und christliche Milizen. Mehr als 1.000 Menschen wurden Schätzungen zufolge getötet, Hunderttausende sind auf der Flucht. Die Vereinten Nationen haben vor einem Völkermord in dem Land gewarnt.

Seit muslimische Rebellen im vergangenen Jahr gegen die Regierung geputscht hatten, herrscht Chaos in dem Land. Mittlerweile hat die bisherige Bürgermeisterin der Hauptstadt Bangui, Catherine Samba-Panza, das Amt der Übergangspräsidentin übernommen. Die Blauhelmsoldaten sollen der Übergangsregierung auch bei der Organisation von Wahlen zu helfen.

Die meisten UN-Soldaten werden aus afrikanischen Ländern kommen. Auch wenn die Mission deutlich kleiner ist als die im benachbarten Kongo, wird es einer der größten UN-Einsätze sein. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, und ihr britischer Kollege Mark Lyall Grant begrüßten bei Twitter das Votum des Sicherheitsrats.

 

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