WIRTSCHAFT


Smartphone-Pionier Blackberry noch tiefer in die Verlustzone gedrückt

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Baku, den 21. Dezember (AZERTAG). Blackberry misslingt auch unter dem neuen Chef John Chen die Trendwende. Im dritten Geschäftsquartal brach der Umsatz um satte 56 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar ein. Die Entwicklung schockierte selbst Analysten, die dem Unternehmen ohnehin skeptisch gegenüberstehen.

Massive Abschreibungen und maue Verkäufe haben den angeschlagenen Smartphone-Pionier Blackberry noch tiefer in die Verlustzone gedrückt. Im fortgeführten Geschäft fiel ohne Sonderposten ein Verlust von 354 Millionen Dollar an. Unter dem Strich stand wegen massiver Abschreibungen auf Lagerwaren sogar ein Minus von 4,4 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte Blackberry noch einen Minigewinn gemacht, war danach aber bereits ins Minus gerutscht.

Viele einstige Kunden sind auf Apple iPhones, Android- oder Windows-Smartphones umgestiegen. Selbst auf dem boomenden Markt Indonesien halbierte sich der Umsatz des Unternehmens aus Waterloo nahe Toronto. Weltweit setzte Blackberry gerade noch 1,2 Milliarden Dollar um. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres standen noch 2,7 Milliarden Dollar in den Büchern. Damit schnitt der Konzern noch schlechter ab als von Analysten befürchtet. Die Aktie brach vorbörslich um sieben Prozent ein.

Blackberry versucht die Verluste mit der Streichung Tausender Stellen abzumildern. Das Unternehmen hat dabei auch einen guten Teil seiner Fertigung aufgegeben. Stattdessen hat Blackberry einen fünf Jahre laufenden Vertrag mit dem taiwanischen Auftragsfertiger Foxconn abgeschlossen, der unter anderem Apples iPhone herstellt. Blackberry sieht seine eigene Zukunft bei den Geschäftskunden sowie in bestimmten Schwellenländern.

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