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Soldat, der in Armenien fast eine ganze Familie getötet hat, habe ausgesagt, er habe den Mord „zufällig“ begangen

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Baku, 14. Januar, AZERTAG

Nach der Bluttat in Gjumri, der zweitgrößten Stadt in Armenien, nahmen die Behörden einen russischen Soldaten, der mit Schüssen aus einer Kalaschnikow sowie Bajonettstichen fast eine ganze Familie getötet hat, unter dringendem Tatverdacht fest. Waleri Permyakov habe ausgesagt, er habe den Mord „zufällig“ begangen.

Der Soldat war den Ermittlungen zufolge von seiner in Gjumri stationierten Einheit desertiert und am frühen Montagmorgen am Haus der Familie angekommen. Er habe bei der Familie Wasser trinken wollen, daraufhin sei ein Streit mit dem Hausherrn eskaliert. Dort habe er zunächst die Eltern im Alter von 51 und 53 Jahren getötet, dann die 35-jährige Tochter, den 33-jährigen Sohn, die 22-jährige Schwiegertochter sowie die fast zweijährige Enkelin. Ein sechs Monate alter Enkel wurde mit lebensgefährlichen Stichverletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei habe am Tatort die Uniform des Soldaten gefunden und eine Fahndung eingeleitet, sagte ein Sprecher. Der Verdächtige sei dann nahe der türkischen Grenze festgenommen und in eine russische Militärbasis gebracht worden, hieß es. Er habe Zivilkleidung getragen.

Allerdings ist noch unklar, ob Russland seinen Armeeangehörigen der armenischen Justiz überstellt.

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