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Sondergericht in Dhaka verurteilt mindestens 150 Soldaten zum Tode

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Baku, den 5. November (AZERTAG). Ein Sondergericht in Dhaka verurteilt mindestens 150 Soldaten zum Tode und verhängt 350 lange Haftstrafen. Die Einheit der Bangladesh Rifles hatte sich vor vier Jahren gegen ihre Offiziere erhoben.

Fast vier Jahre nach der blutigsten Meuterei in der Geschichte Bangladeschs sind am Dienstag mindestens 150 Soldaten zum Tod verurteilt worden. Das Urteil fällte ein Sondergericht in der Hauptstadt Dhaka, das auch in mindestens 350 Fällen langjährige Haftstrafen verhängte. Vor dem Zivilgericht wird wegen des 33-stündigen Aufstands im Jahr 2009 insgesamt 823 Soldaten der Prozess gemacht.

Am 25. Februar 2009 hatten sich Mitglieder der paramilitärischen Grenzschutzeinheit Bangladesh Rifles aus Protest gegen ihre Bezahlung und ihre Arbeitsbedingungen gegen ihre Offiziere erhoben. Mindestens 74 Menschen, darunter 57 ranghohe Offiziere, wurden ermordet. Ihre verstümmelten Leichen wurden in Abwasserkanäle und Massengräber geworfen. Es war die blutigste Meuterei in der Geschichte des südasiatischen Staats.

Wegen der Meuterei waren bereits hunderte Grenzschützer vor Militärtribunalen verurteilt worden. Die Anführer des Aufstands, denen Vergehen wie Mord, Verschwörung, Brandstiftung und Plünderung sowie Anstiftung dazu vorgeworfen werden, müssen sich nun noch vor der zivilen Gerichtsbarkeit verantworten. Die Militärtribunale können nur Haftstrafen von maximal sieben Jahren verhängen.

 

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