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Sony und Adidas gehören zu sechs Sponsoren mit exklusiven Fifa-Verträgen

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Baku, den 9. Juni (AZERTAG). Die beiden Konzerne Sony und Adidas gehören zu sechs Sponsoren mit exklusiven Fifa-Verträgen. Die dubiosen Vorgänge rund um die WM 2022 in Katar schaden auch ihnen. Nun fordern sie Aufklärung.

Als erste große Sponsoren des Fußballweltverbands Fifa haben der Elektronikkonzern Sony und der Sportartikelhersteller Adidas eine rasche Aufklärung der Korruptionsvorwürfe um die geplante Weltmeisterschaft 2022 in Katar gefordert.

„Als Fifa-Partner erwarten wir, dass diese Vorwürfe angemessen untersucht werden“, erklärte der japanische Konzern an Sonntag. Sony erwarte von dem Verband, dass er sich in allen Bereichen an seine Prinzipien von Integrität, ethischem Verhalten und Fairness halte.

Kurz darauf mahnte auch Adidas eine zügige Untersuchung an und zeigte sich besorgt über die Negativschlagzeilen rund um die WM-Vergabe.

Der britischen Zeitung „Sunday Times“ liegen nach eigenen Angaben interne Unterlagen vor, die Schmiergeldzahlungen bei der Vergabe der Fußball-WM an Katar eindeutig belegen. Das Emirat streitet die Vorwürfe ab.

Die Fifa hatte vor Kurzem angekündigt, die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 an Russland und 2022 an Katar auf Korruption zu prüfen. Ein Bericht dazu soll im Juli vorliegen – nach dem Finale der in wenigen Tagen beginnenden Fußball-WM in Brasilien.

Negative Auswirkungen – „Wir sind zuversichtlich, dass diese Untersuchung mit hoher Priorität behandelt wird“, teilte Adidas am Sonntag mit. Das Unternehmen blicke auf eine langjährige und erfolgreiche Partnerschaft mit der Fifa zurück, die man fortsetzen werde.

„Allerdings ist der negative Tenor der öffentlichen Debatte weder gut für das Ansehen des Fußballs noch der Institution Fifa noch der Partner“, erklärte das Unternehmen.

Besonders umstritten ist die Vergabe der Fußball-WM an das finanzkräftige Emirat Katar in acht Jahren. Wegen der extremen Hitze im Sommer muss das Turnier dort möglicherweise zu einer anderen Jahreszeit gespielt werden, was die Terminpläne der Profiklubs durcheinanderbringen würde.

Der internationale Fußball ist ein Milliardengeschäft. Im vergangenen Jahr hat die Fifa rund 1,4 Milliarden Dollar eingenommen, umgerechnet gut eine Milliarde Euro.

600 Millionen Dollar stammten aus Übertragungsrechten, 400 Millionen von Sponsoren und Partnerfirmen, zu denen neben Sony auch Adidas, Coca-Cola, Emirates, Hyundai und Visa gehören.

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