WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE


Spektakuläre Fotos von zerfallendem Asteroiden

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Baku, den 7. März (AZERTAG). Astronomen haben einem Asteroiden beim Bersten zugesehen. Das Weltraumteleskop „Hubble“ half ihnen dabei mit Bildern aus, wie sie zuvor noch nie zu sehen waren. Nur: Warum zerbrach der Brocken?

Astronomen haben erstmals das Auseinanderbrechen eines Asteroiden beobachtet, der vor seinem Zerfall nicht mit einem anderen Himmelskörper zusammengestoßen war. Dem kosmischen Brocken wurde wahrscheinlich seine zunehmende Drehgeschwindigkeit zum Verhängnis, wie das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) mitteilte.

Mit Hilfe des Weltraumteleskops „Hubble“ war es einem Forscherteam unter Beteiligung des MPS gelungen, den fortschreitenden Zerfall des Asteroiden P/2013 R3 über Monate zu dokumentieren und rückblickend zu rekonstruieren.

Frühere Bilder zeigten noch eine unklare Form. Genauere Beobachtungen mit einem Teleskop auf der Erde ergaben, dass es sich um drei verschiedene Objekte handelte. Auf den Aufnahmen, die schließlich „Hubble“ zur Erde sendete, waren zehn Himmelsobjekte zu sehen, jedes mit einem Staubschweif.

Asteroiden sind kleine Himmelskörper, die wie die Planeten unseres Sonnensystems die Sonne umkreisen – die meisten im sogenannten Asteroidengürtel zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter.

Im Allgemeinen gelten die Gesteinsbrocken als stabil – anders als Kometen, die größtenteils aus gefrorenem Wasser und tiefgekühlten Gasen bestehen und in der Nähe der Sonne Schweife ausbilden.

Strahlungsdruck der Sonne - Langgestreckte Staubschweife beobachteten die Forscher nun auch bei den Bruchstücken des Ende September vergangenen Jahres entdeckten Asteroiden P/2013 R3. „Die einzige mögliche Erklärung liefert der Strahlungsdruck der Sonne“, erklärte Jessica Agarwal vom MPS.

Denn das Sonnenlicht trifft nach Angaben der Forscher unter verschiedenen Winkeln auf die Oberfläche des unregelmäßig geformten Himmelskörpers auf, was letztlich zur Drehung des Asteroiden führt.

Die Rotation des Brockens um die eigene Achse kann demnach im Laufe von Millionen von Jahren immer schneller werden, bis die Fliehkraft den Körper nach und nach förmlich auseinanderreißt. Die auffälligen Schweife entstehen dabei aus kleineren Bruchstücken und Staub.

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