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Spitzenbeamter der chinesischen Boomstadt Guangzhou hat gestanden

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Baku, 26. Dezember, AZERTAC

Ein Spitzenbeamter der chinesischen Boomstadt Guangzhou hat gestanden, umgerechnet 17 Millionen Dollar Schmiergeld angenommen zu haben. Er war bereits 2014 ins Visier der Korruptionsermittler geraten.

Als er vor Gericht aussagen musste, brach er in Tränen aus. Wan Qingliang, Vorsitzender der Kommunistischen Partei in der südchinesischen Stadt Guangzhou, war der Korruption angeklagt - und gab alles zu. In der Zeit zwischen dem Jahr 2000 und 2014 strich der Beamte insgesamt mehr als 111 Millionen Yuan - umgerechnet gut 17 Millionen Dollar - Schmiergeld ein.

Das Gericht in Nanning teilte mit, dass Wan keine Einwände gegen die Anklage erhob und Reue zeigte. In seiner schriftlichen Erklärung hieß es, er habe die Partei, die Menschen und seine Familie enttäuscht und bereue seine Taten. Das Urteil wollten die Richter zu einem nicht näher genannten Zeitpunkt verkünden.

Wan hatte seit 2000 verschiedene Ämter in der Boomstadt innegehabt und im Laufe der Jahre Bestechungsgelder von 15 unterschiedlichen Unternehmen und Einzelpersonen angenommen. Zuletzt war der heute 51-Jährige Vorsitzender der Kommunistischen Partei in Guangzhou und stand damit noch über dem Bürgermeister der Stadt.

Der Spitzenbeamte wurde 2014 Ziel der Anti-Korruption-Kampagne des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping. Xi hatte davor gewarnt, dass die weitverbreitete Korruption in China die Machtbasis der Kommunistischen Partei bedrohe. Seitdem werden immer wieder ranghohe korrupte Beamte festgenommen und verurteilt.

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