WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE


Sternenbild Wasserschlange

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Baku, 6. August, AZERTAC

Es ist ein atemberaubendes Foto eines angekündigten Todes: Astronomen haben die abgestoßene Hülle eines sterbenden Sterns aufgenommen. Das Bild gibt uns eine Ahnung davon, wie auch die Sonne eines fernen Tages verglühen wird.

Auch Sterne sind vergänglich - wie ESO 378-1. Hinter dieser Katalognummer verbirgt sich ein sterbender Stern; seine schimmernde Gasblase konnten Wissenschaftler der Europäischen Südsternwarte (Eso) jetzt in einem spektakulären Bild festhalten.

Die Aufnahme zeigt den Südlichen Eulennebel im Sternenbild Wasserschlange (Hydra). Bei der rot und blau schimmernden Gasblase handelt es sich um die abgestoßene Hülle des alten Sterns, der sich dem Ende seiner Existenz nähert. Das Foto sei das bislang beste von diesem Himmelsobjekt.

Planetare Seifenblase - Die abgestoßene Gashülle legt den heiß glühenden Kern des alternden Sterns frei, der intensive UV-Strahlung aussendet. Diese Strahlung bringt das Gas zum Leuchten.

Da solche Gasblasen in früheren Teleskopen wie schwach schimmernde Gasplaneten aussahen, tauften Astronomen sie Planetare Nebel. Nach kosmischen Maßstäben sind sie ein rasch vergängliches Phänomen: Schon nach einigen zehntausend Jahren verblassen sie, wenn das Gas auseinandertreibt. Im Verhältnis zu seinem Stern sei ein Planetarer Nebel damit nach Angaben der Eso so kurzlebig wie eine Seifenblase verglichen mit einem Menschen.

Planetare Nebel sind reich an Kohlenstoff, Stickstoff und schwereren Elementen, die bei der Kernfusion in Sternen entstehen. Sie spielen daher eine wichtige Rolle bei der Anreicherung des Weltalls mit Baumaterial für neue Sterne und Planeten.

Wie der Zentralstern des Südlichen Eulennebels wird auch unsere Sonne einmal ihre Gashülle abstoßen und als Weißer Zwerg allmählich ausglimmen.

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