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Südkorea: Vorwurf von Bestechlichkeit und Machtmissbrauch gegen Park Geun Hye

Baku, 27. März, AZERTAC

Es werde befürchtet, dass Südkoreas aus dem Amt enthobene Präsidentin Park Geun Hye Beweismaterial vernichten könnte. Deswegen hat die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl beantragt, berichten südkoreanische Medien.

Die frühere Staatschefin stürzte im Dezember über eine Korruptionsaffäre in Zusammenhang mit ihrer engen Vertrauten Choi Soon Sil. Park wird unter anderem vorgeworfen, Schmiergeld von Firmenbossen wie etwa Samsung-Chef Jay Y. Lee entgegengenommen zu haben. Die frühere Präsidentin bestreitet, etwas Falsches getan zu haben.

"Die Angeklagte hat ihre außerordentliche Macht und ihre Stellung als Präsidentin missbraucht, um Bestechungsgelder von Unternehmen anzunehmen oder in die Rechte der unternehmerischen Freiheit einzugreifen, und hat wichtige vertrauliche Informationen zu Staatsangelegenheiten weitergegeben", hieß es in der Begründung der Staatsanwaltschaft für den Antrag auf den Haftbefehl. Es gebe bereits eine Vielzahl an Beweisen, die Beschuldigte aber weise die Vorwürfe zurück.

Das Parlament hatte im Dezember ein Amtsenthebungsverfahren gegen Park wegen des eingeleitete, zuvor hatte es Massenproteste Hunderttausender Südkoreaner gegen die Präsidentin gegeben. Anfang März bestätigte das Verfassungsgericht die Absetzung Parks. Bei anschließenden Zusammenstößen gab es Verletzte und Tote.

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