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Südkorea feuert Warnschüsse auf nordkoreanische Schiffe

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Baku, den 25. April (AZERTAG). Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben sich wieder verschärft. Die südkoreanische Marine hat Warnschüsse auf zwei Patrouillen-Boote Pjöngjangs abgegeben. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Seoul seien die Schiffe des kommunistischen Nordens „eine Seemeile weit“ in südkoreanische Hoheitsgewässer eingedrungen. Nach der Warnung seien die nordkoreanischen Schiffe unmittelbar wieder abgedreht.

Derzeit hält sich US-Präsident Barack Obama in Asien auf. Er traf kurz nach dem Zwischenfall am Morgen in Südkorea ein, es ist die zweite Station seiner Asienreise. Der Staatschef will mit seiner Kollegin Park Geun Hye über das nordkoreanische Atomprogramm sprechen. Nach Einschätzung Seouls könnte Nordkorea jederzeit seinen vierten Atomtest unternehmen. Pjöngjang selbst hatte Ende März mit einer „neuen Form eines Atomtests“ gedroht.

US-Präsident Obama hatte Nordkorea bereits im Vorfeld seines Besuchs eindringlich vor einem neuen Atomtest gewarnt. Sollte das Regime diesen durchführen, werde es „eine starke Reaktion der internationalen Gemeinschaft zu spüren bekommen“, sagte Obama am Freitag der südkoreanischen Zeitung „JoongAng Ilbo“. Er bekräftigte, dass Washington eng mit seinen Partnern zusammenarbeiten werde, um den Druck auf Pjöngjang zu verstärken.

Anfang April hatte der Fund von zwei Drohnenwracks nahe der Grenze zu Nordkorea für Aufregung in Südkorea gesorgt. Das Verteidigungsministerium in Seoul war davon ausgegangen, dass sie aus dem Norden stammten. Pjöngjang wies diese Vorwürfe jetzt zurück. Die Behauptung sei eine „abscheuliche, verschwörerische Farce“. Seoul wolle einen Krieg provozieren, hieß es in der offiziellen Zeitung der nordkoreanischen Regierung „Rodong Sinmun“.

Nord- und Südkorea sind seit dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 gespalten und stehen sich feindlich gegenüber.

 

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