WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE


Super-Taifun "Meranti" aus dem All

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Baku, 17. September, AZERTAC

Dichte Wolken über China. Erdbeobachtungssatellit Suomi NPP hat den Super-Taifun "Meranti" aus dem All fotografiert. Nichts verrät, dass unter den Wolken Menschen gestorben sind.

Von oben sieht es aus wie ein paar harmlose Wolken. Vielleicht erscheint dem ungeübten Auge die Wolkendecke über der Küstenlinie etwas dichter als sonst. Aber nichts deutet auf das Drama und die Zerstörung hin, die sich darunter abspielten - das dürften wohl nur Experten erahnen.

Die Satellitenaufnahme der Nasa zeigt ein Luftbild von Taifun "Meranti" - kurz nachdem er am Donnerstagabend im Südosten Chinas aufs Festland getroffen ist. Zuvor hatte der Sturm schon Teile von Taiwan lahmgelegt.

"Meranti" erreichte bei der Küstenstadt Xiamen das Festland. Es sind mehrere Menschen gestorben - am Freitag wurde von sieben Opfern berichtet. Inzwischen ist Zahl der Opfer auf 13 gestiegen. Auch in Taiwan kamen zwei Menschen zu Tode.

Zudem sprach die Regierung von 14 Vermissten. Laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua waren zeitweise mehr als 3,2 Millionen Haushalte ohne Strom. In Yongchun wurde eine vor 870 Jahren errichtete Brücke zerstört, die unter Denkmalschutz stand.

Das Bild des Erdbeobachtungssatelliten Suomi NPP ist nur eines von mehreren, das den Sturm dokumentiert hat. Aus weiteren Aufnahmen wie der von CloudSat konnte die Nasa zahlreiche Daten zu "Meranti" gewinnen.

So wissen die Forscher, dass die Wolken des Sturms bis in 16 Kilometer Höhe reichen. Zudem kam es zu heftigen Regenfällen und Überschwemmungen. Die Windgeschwindigkeiten lagen bei knapp 300 Kilometern pro Stunde. Damit gehört "Meranti" in die Kategorie der Supertaifune. Ab 241 Kilometern pro Stunde stuft das Joint Typhoon Warning Center in Hawaii Tropenstürme in dieser Kategorie ein.

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