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Suzuka steht auf dem Programm

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Baku, 5. Oktober, AZERTAC

Bei Ferrari schwelgt man derzeit am liebsten in Erinnerungen - etwa an den Großen Preis von Malaysia 2015 als Sebastian Vettel für die Scuderia zum Sieg fuhr oder an das Japan-Rennen von vor einem Jahr, als er hinter Mercedes den dritten Platz feierte.

Mittlerweile sind nicht nur die Silberpfeile enteilt, Red Bull hat Ferrari überholt und als zweitstärkste Kraft abgelöst. Nach Lösungen sucht man in Italien bisher vergeblich.

In Malaysia setzte man seine Hoffnungen auf ein neues Aero-Paket mit kleineren Updates am Frontflügel, das jedoch nicht den gewünschten Erfolg brachte und deshalb beim Großen Preis von Japan diese Woche erneut getestet werden soll. "Wir versuchen weiter, Dinge auszuprobieren und dazuzulernen", erklärt Kimi Räikkönen. Daher seien nicht alle Teile in Malaysia genutzt worden, weshalb man in Suzuka nachbessern wolle.

Räikkönen beklagt Mangel an Geschwindigkeit - "Wir hatten nicht das reibungsloseste Wochenende und brauchen mehr Daten und Erfahrung damit", sagt Räikkönen weiter. "Das ist ein kontinuierlicher Prozess, um uns hier und da zu verbessern. Wir haben uns gesteigert, aber es braucht noch mehr, um dahin zu kommen, wo wir hinwollen." Dass neue Teile bereitgestellt werden und man nicht alle davon anwendet, sei völlig normal, beschwichtigt der Finne.

Zwar zeigt er sich mit dem Handling seines Boliden zufrieden, es fehle aber schlicht und einfach an Geschwindigkeit - insbesondere im Qualifying: "Dort sind wir nicht so schnell wie unter Rennbedingungen, da sind wir normalerweise stärker. (...) Wir müssen auf eine Runde gesehen schneller werden." Das fehlende Tempo zu finden, sei aber alles andere als einfach - denn die Konkurrenz schläft nicht.

"Wir verbessern uns, aber jeder tut das" - In der Hersteller-WM ist Ferrari bereits auf Rang drei hinter Red Bull zurückgefallen. Bei fünf noch zu fahrenden Rennen fehlen den Roten 46 Punkte auf die Bullen. "Wir verbessern uns, aber jeder tut das. Also arbeiten wir jedes Rennen weiter hart und wenn die Saison einmal vorbei ist, denken wir über das nächste Jahr nach", sagt Räikkönen. Zuvor steht aber Suzuka auf dem Programm.

"Ich weiß nicht, ob es eine meiner Lieblingsstrecken ist, aber es ist eine gute Strecke", urteilt der Finne. "Es ist ein anspruchsvoller Kurs, auf dem ein gutes Handling des Autos besonders wichtig ist. Wenn du schnell bist, kannst du hier gut pushen und es gibt auch ein paar Überholmöglichkeiten." Die wird vor allem Teamkollege Sebastian Vettel nutzen müssen. Nach seiner Malaysia-Strafe wird er drei Plätze strafversetzt.

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