SPORT


Tokio 2020 Olympia-Bewerbung

A+ A

Baku, 14. Mai, AZERTAC

Ging es auch bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2020 nach Tokio mit unrechten Mitteln zu? Das behaupten zumindest französische Ermittler. Die japanische Regierung geht dem jetzt nach anfänglichem Zögern nach.

Japan will jetzt doch die Bestechungsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe der Olympischen Spiele 2020 an Tokio überprüfen. Die Sportbehörde wies nach Angaben japanischer Medien das Japanische Olympische Komitee (JOC) sowie die Stadtverwaltung Tokios am Freitag an, verdächtige Zahlungen zu kontrollieren, die die Vergabe der Spiele an Tokio beeinflusst haben könnten. Französische Ermittler hatten am Vortag von einer verdächtigen Millionenzahlung berichtet. Das Organisationskomitee in Tokio hatte daraufhin zunächst jeglichen Verdacht von Schmiergeldern zurückgewiesen.

Japans Sportminister Hiroshi Hase, der in Tokios Bewerbungskampagne involviert war, sagte am Freitag: "Wir werden vollumfänglich kooperieren und wünschen uns eine gründliche Überprüfung." Er habe jedoch weiterhin keine Zweifel, dass alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Eine prompte Untersuchung durch Tokio und das JOC werde es Japan ermöglichen, die Fakten festzustellen, sagte der japanische Regierungschef Shinzo Abe vor dem Parlament in Tokio.

Nach Angaben der Pariser Finanzstaatsanwaltschaft waren im Juli und Oktober 2013 zwei Zahlungen mit dem Betreff "Tokio 2020 Olympia-Bewerbung" von einem japanischen Konto an das Unternehmen Black Tidings in Singapur geflossen. Es gehe um insgesamt 2,8 Millionen Singapur-Dollar (derzeit rund 1,8 Millionen Euro).

© Jede Verwendung von Materialien muss durch den Hyperlink kenntlich gemacht werden

KONTAKT MIT DEM AUTOR

Füllen Sie die erforderlichen Stellen mit Zeichen* aus

Bitte geben Sie die Buchstaben wie oben gezeigt ein.
Egal, ob die Buchstaben groß oder klein sind