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Tomatenschlacht im spanischen Valencia

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Baku, 1. September, AZERTAC

Einmal im Jahr sieht der kleine ostspanische Ort Bunol rot, am Mittwoch war es wieder so weit: Etwa 22.000 Besucher - Einwohner und Touristen - stürzten sich in "La Tomatina", ein verrücktes Spektakel, bei dem sich alle mit Paradeisern bewerfen und in der Sauce wälzen.

Auf dem Tomaten-Festival im spanischen Valencia, das in diesem Jahr zum 71. Mal veranstaltet wird, haben sich die Spanier mit 160 Tonnen Tomaten beworfen.

Das Fest soll angeblich im Jahr 1945 aus einer Schlägerei unter jungen Leuten auf einem Markt entstanden sein. Die während der Franco-Diktatur verbotene "Tomatina" wird heute als Fest von nationalem Interesse eingestuft. Und die Behörden des 9.000-Einwohner-Orts in der Nähe von Valencia werden als moderne Alchemisten bewundert: Denn sie wissen um das Geheimnis, wie sich Paradeissauce in pures Geld verwandeln lässt.

Die Idee kam dem 1.700 Einwohner zählenden Dorf vor sechs Jahren, als es mitten in der Krise kein Geld mehr für seinen "Encierro", die traditionelle Stierhatz, hatte. Bald wollen sechs weitere Orte Mataelpinos Beispiel folgen.

einerseits hofft das Dorf Haro in der nordspanischen Region Rioja, das Prädikat "Fest von nationalem Interesse" für seine "Weinschlacht" zu erhalten. Dabei begießen sich tausende Einwohner und Touristen jedes Jahr im Juni mit Hilfe von Wasserpistolen, Kübeln und Weinschläuchen mit rund 75.000 Litern des Rebensafts.

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