WELT


Trauriges Ende von Klimaaktivist

Baku. 25. Januar AZERTAC

Trauriges Ende einer Kampagne: Ein Klimaaktivist, der aus Protest barfuß durch die USA reiste, ist auf einem Highway im US-Bundesstaat Florida von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden.

Noch vor drei Tagen postete Mark Baumer bei Instagram ein Foto seiner Füße. Mitgenommen sahen die aus, asphaltgeschunden, buchstäblich plattgetreten. Im Oktober war der Klimaaktivist aus seinem Heimatstadt Providence in Rhode Island in Richtung Ohio aufgebrochen - ohne ein einziges Paar Schuhe. Barfuß. "Mein Ziel ist es, die Erde vor dem Tod durch den Klimawandel zu bewahren", erklärte er damals.

In Ohio hielt ihn der strenge Winter von einer Fortsetzung seiner Reise ab. Baumer nahm einen Bus nach Süden, in den US-Bundesstaat Florida, von wo aus er bei wärmeren Temperaturen weiterlaufen wollte.

Doch seine Reise endete hier. Am Samstagnachmittag, dem 100. Tag seiner Unternehmung, wurde Mark Baumer von einem Auto überfahren. Er war am Rande des Highway 90 in Walton County unterwegs, als er von einem SUV erfasst wurde, der offenbar von der Fahrbahn abgekommen war. So berichtet es die Polizei. Baumer starb noch am Unfallort. Jetzt laufen die Ermittlungen. Zu den Umständen ist bisher nichts bekannt.

Baumer war bereits 2010 in 81 Tagen von der Ost- zur Westküste der Vereinigten Staaten gelaufen war. Noch vor drei Tagen postete er ein Foto mit dem Schriftzug "Killed" auf seinem Instagram-Account. In seinem Blog schrieb er vor einer Woche: "Manchmal, wegen meiner nackten Füße und mangelndem täglichen Kontakt zu Menschen, fühle ich mich wie ein Geist."

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