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Trinkwasser für Hunderttausende Amerikaner verseucht

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Baku, den 4. August (AZERTAG). Es ist vermutlich das Gift von Cyanobakterien, sogenannten Blaualgen, im Eriesee, das das Trinkwasser für 400 000 Menschen im Nordwesten des US-Bundesstaats Ohio verseucht hat. Besonders betroffen sind die Stadt Toledo und ihre Umgebung, wie die Zeitung Detroit News berichtete. Dort wurde Kindern und Menschen mit kranker Leber davon abgeraten, mit dem Wasser zu duschen oder darin zu baden.

Der Gouverneur des Staates, John Kasich, rief den Notstand in der Region aus und schickte die Nationalgarde, um die Bevölkerung mit Wasser zu versorgen. Kirchengruppen und andere Freiwillige halfen mit. Zuvor waren Wasserflaschen in den Läden in einem Umkreis von 80 Kilometern rar geworden.

Die städtischen Behörden hatten erstmals am Samstag vor dem Genuss des Trinkwassers gewarnt, nachdem bei Messungen in einer Wasserreinigungsanlage deutlich erhöhte Microcystinen-Werte festgestellt worden waren. Am Sonntag waren die Werte gesunken, aber weitere Tests seien nötig, um Risiken auszuschließen, zitierte die Detroit News Bürgermeister Michael Collins.

Demnach kann das Trinken des verseuchten Wassers Nierenschäden verursachen. Gewarnt wurde auch davor, das Wasser zu kochen: Dadurch werde die Giftkonzentration noch höher.

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