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UN-Generalsekretär verurteilt Anschlag im Westjordanland

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Baku, 1. August, AZERTAC

Die palästinensische Autonomiebehörde will den jüngsten Brandanschlag im Westjordanland vor den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bringen. Man wolle „die kriminellen Taten und den Terrorismus der (israelischen) Siedler“ zum Inhalt einer UN-Resolution machen, hieß es in einer Mitteilung der Palästinenserführung nach einer Sondersitzung am Freitagabend. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte am UN-Sitz in New York, die Verantwortlichen des Anschlags müssten umgehend zur Rechenschaft gezogen werden. Bei dem Anschlag am Freitagmorgen war nahe Nablus ein palästinensisches Kleinkind getötet und seine Familie schwer verletzt worden. Als Täter vermuten israelische Sicherheitsbehörden militante Siedler.

Nach dem Anschlag hat sich die Wut der Palästinenser in gewaltsamen Protesten entladen. Tausende gingen am Freitagabend im Westjordanland auf die Straße. Bei Zusammenstößen mit der israelischen Armee wurde dabei ein junger Palästinenser angeschossen, er starb später im Krankenhaus. Das geben palästinensische Sicherheitsvertreter und Rettungskräfte an. Eine Sprecherin der israelischen Armee sagte zu dem Vorfall, dass ein „palästinensischer Verdächtiger“ einen Brandsatz auf einen Armeeposten in Bir Seit geworfen habe. „Als Reaktion auf diese unmittelbare Gefahr haben die Soldaten auf den Angreifer geschossen“, sagte sie. Dabei sei der 14-Jährige getroffen worden.

Die israelische Regierung verurteilte den Anschlag ungewöhnlich scharf und versprach umfassende Ermittlungen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu führte deshalb am Freitag ein seltenes Telefonat mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. „Jeder in Israel ist schockiert über diesen verwerflichen Terrorakt“, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. Der Nachrichtenagentur AFP zufolge machte Abbas Israel „direkt“ verantwortlich für den Tod des Kleinkindes. Der Grund dafür sei, dass nicht gegen radikale jüdische Siedler vorgegangen werde und deren Taten „straflos“ blieben.

Unterdessen kam es auch im Norden des Gazastreifens erneut zu Gewalt. Israelische Soldaten erschossen einen Palästinenser und verletzten einen weiteren, wie von palästinensischer Seite berichtet wurde. Die Männer hätten sich einem Grenzzaun genähert, woraufhin Soldaten das Feuer auf sie eröffnet hätten, hieß es. Dabei handelte es sich um zwei separate Vorfälle. Eine israelische Militärsprecherin sagte dazu, „zwei Verdächtige“ hätten sich „dem Sicherheitszaun im nördlichen Gazastreifen genähert“. Einer von ihnen sei weitergelaufen, obwohl Soldaten ihn zum Anhalten aufgefordert hätten.

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