WIRTSCHAFT


USA machen nach Rettung in der Finanzkrise Kasse

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Baku, den 10. April (AZERTAG). Die Steuerzahler in den USA werden mit einem Gewinn aus der Rettung des Finanzkonzerns Ally Financial herausgehen. Nach dem Börsengang wird der Staat eine halbe Milliarde Dollar verdient haben.

Die US-Regierung meldet eine weitere erfolgreiche Rettungsgeschichte aus der Finanzkrise. Die Teilverstaatlichung des Autofinanzierers Ally Financial vor fünf Jahren wird dem Steuerzahler ein dickes Plus bescheren. Das Finanzministerium kündigte an, beim anstehenden Börsengang der einstigen Tochter von General Motors knapp 2,4 Milliarden Dollar einzunehmen.

Nach Angaben aus dem Bankenkonsortium vom Mittwoch werden die Ally-Aktien zu je 25 Dollar ausgegeben - und damit am unteren Ende der Ausgabespanne, die bis 28 Dollar reichte. Damit ist das Unternehmen am Aktienmarkt gut zwölf Milliarden Dollar wert. Die Erstnotiz an der New Yorker Börse ist für Donnerstag geplant. Nach früheren Angaben sinkt der Staatsanteil von 36,8 auf 14,1 Prozent.

Die gesamte Summe, die der Staat seit der Rettung aus dem Konzern zurückerhalten hat, beläuft sich damit auf 17,7 Milliarden Dollar. In der Finanzkrise musste die Regierung 17,2 Milliarden Dollar in Ally Financial stecken, um die Firma vor der Pleite zu bewahren - unterm Strich bleibt ein Gewinn von 500 Millionen Dollar.

Ally Financial hieß früher GMAC und finanzierte vor allem Autos für General Motors Chart zeigen. Zudem war das Unternehmen ein großer Hausfinanzierer, was in der Krise zum existenziellen Problem wurde. Mittlerweile hat sich Ally Financial als Bank breiter aufgestellt.

Ally ist eine der letzten Firmen aus Krisenzeiten, an der der Staat noch beteiligt ist. Das Finanzministerium hatte zwischenzeitlich immer wieder Aktienpakete direkt an Investoren abgegeben. Mit dem Börsengang ließ sich Ally Financial aber drei Jahre Zeit. Er findet nun an diesem Donnerstag statt. Auch danach wird der Staat noch 17 Prozent der Anteile halten.

 

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