WIRTSCHAFT


USA stimmen dem Aufbau der AIIB zu

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Baku, 18. Mai, AZERTAC

Im Machtkampf um globalen finanziellen Einfluss lenken die USA ein. Außenminister John Kerry stimmt einer neuen asiatischen Entwicklungsbank zu - zumindest, wenn sie bestimmte Standards einhält.

US-Außenminister John Kerry hat nach anfänglichem Widerstand Washingtons nun dem Aufbau der von China initiierten Asiatischen Infrastrukturinvestment-Bank (AIIB) grundsätzlich zugestimmt. Es müssten aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, sagte Kerry bei einem Besuch in Peking.

„Wir begrüßen die AIIB und ermutigen sie, Projekte mit bestehenden Institutionen wie Weltbank und Asiatischer Entwicklungsbank zu kofinanzieren“, sagte Kerry. Die neue Bank müsse sich aber an die hohen Standards für globale Finanzinstitutionen halten.

Die USA hatten den Aufbau der AIIB mehrfach öffentlich kritisiert. Sie befürchteten wachsenden chinesischen Einfluss in Asien. Mittlerweile haben sich aber Länder wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien als Gründungsmitglieder beworben. Laut Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua überlegen auch Südkorea, die Schweiz und Luxemburg, bei der AIIB einzusteigen.

Die Weltbank sieht nach Aussage ihres Präsidenten Jim Yong Kim auch keine Konkurrenz in dem chinesischen Projekt. In Asien gibt es schon die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) mit Japan und den USA als größten Anteilseignern.

Das Projekt war im vergangenen Jahr von China aus der Taufe gehoben worden, um mehr Investitionen in die Infrastruktur - in Straßen, Telekommunikationsnetze und andere Bereiche - nach Asien zu leiten. Das Konzept soll bis Jahresende stehen.

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