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USA und China gehen im Uno-Sicherheitsrat gemeinsam gegen Pjöngjang vor

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Baku, 26. Februar, AZERTAC 

Es wären die bisher schärfsten Sanktionen gegen Nordkorea. Ein gemeinsamer Uno-Resolutionsentwurf der USA und Chinas sieht vor, dass jede Frachtlieferung in das Land kontrolliert wird.

Nach den jüngsten Atom- und Raketentests von Nordkorea gehen die USA und China im Uno-Sicherheitsrat gemeinsam gegen Pjöngjang vor. Beide Länder einigten sich auf einen Resolutionsentwurf, über den das Gremium am Donnerstag erstmals beriet.

Er sieht unter anderem eine verpflichtende Inspektion aller Lieferungen aus und nach Nordkorea vor, sagte die US-Botschafterin bei der Uno, Samantha Power. Nordkoreanische Frachter mit mutmaßlich illegalen Gütern an Bord würden aus allen Häfen weltweit ausgeschlossen.

Nordkorea soll keine Kohle, kein Eisen, Gold, Titan und keine Seltenen Erden mehr ausführen und keinen Flugzeug- und Raketentreibstoff mehr einführen dürfen. Der Resolutionsentwurf sieht laut Power zudem ein totales Embargo für konventionelle Waffen sowie eine Verschärfung der Finanzsanktionen gegen das kommunistische Land vor.

Die Strafmaßnahmen seien eine "eindeutige und unbeugsame Botschaft" an Pjöngjang, sagte Power. Die Sanktionen müssen nun mit den anderen Mitgliedern des Weltsicherheitsrats abgestimmt werden.

Obama und Xi treffen sich zu Atom-Gipfel - Die nationale Sicherheitsberaterin von US-Präsident Barack Obama, Susan Rice, und der chinesische Außenminister Wang Yi hatten sich am Mittwoch auf die neuen Sanktionen geeinigt. Die USA und China würden Nordkorea als "Atomwaffenstaat" nicht akzeptieren, hieß es aus dem Weißen Haus. Obama werde seinen chinesischen Kollegen Xi Jinping am 31. März zu einem Gipfel zur atomaren Sicherheit in Washington empfangen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un strapazierte zuletzt mit neuen Provokationen zunehmend auch die Geduld seines traditionellen Verbündeten China. Anfang Januar hatte Pjöngjang mitgeteilt, erstmals eine Wasserstoffbombe erfolgreich getestet zu haben. Experten bezweifeln aber, dass es sich tatsächlich um eine Wasserstoffbombe handelte.

Anfang Februar sorgte Pjöngjang dann mit dem Start einer Langstreckenrakete international für Empörung. Zudem gehen die US-Geheimdienste davon aus, dass Pjöngjang den Atomreaktor Yongbyon mit der Möglichkeit zur Produktion von Plutonium wieder hochgefahren hat. Als Reaktion verschärften die USA bereits ihre Sanktionen.

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