WIRTSCHAFT


US-Arbeitsmarkt

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Baku, 3. Oktober, AZERTAC

Angesichts der US-Zinswende blicken Börsianer weltweit auf den US-Arbeitsmarkt. Doch die Entwicklung sorgt für schlechte Stimmung. Die Arbeitslosenquote stagniert, die Zahl der neuen Jobs enttäuscht.

Die Reaktion auf die neuesten Entwicklungen auf dem US-Arbeitsmarkt waren eindeutig. Die Erwartungen wurden weit verfehlt. Kurz nach Bekanntwerden der neuen Zahlen verlor der Dax am Freitag binnen weniger Minuten mehr als zwei Prozentpunkte. Auch der Dollar Chart zeigen geriet unter Druck.

Die Anleger reagierten damit vor allem auf die geringe Zahl neuer Arbeitsplätze in den USA. Statt der erwarteten gut 200.000 neuen Jobs wurden im September lediglich 142.000 Stellen geschaffen, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Der Beschäftigungsaufbau für die beiden Vormonate Juli und August wurde um insgesamt 59.000 Stellen nach unten gesetzt.

Die US-Arbeitslosenquote blieb zudem unverändert bei 5,1 Prozent und damit auf dem tiefsten Stand seit sieben Jahren. Doch die Erwerbsquote ging zurück. Diese umfasst sowohl die Beschäftigten als auch diejenigen, die sich um Arbeit bemühen. Die Quote fiel auf den tiefsten Stand seit 1977. Ursache dafür können eine steigende Zahl an Rentnern oder auch schlechtere Aussichten auf einen Job sein.

Weil die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik eng an die Entwicklungen auf dem US-Arbeitsmarkt knüpft, werden diese momentan besonders stark beobachtet. Die Fed will die Zinswende erst wagen, wenn sich die Lage dort weiter bessert. „Der schwache Arbeitsmarktbericht legt nahe, dass die Fed die Zinswende verschieben wird“, kommentierte das Analysehaus Capital Economics.

Wenn die Zinsen in den USA nicht steigen, macht das den Euro attraktiver. Der Kurs Chart zeigen stieg am Freitag innerhalb weniger Minuten um eineinhalb Cent auf gut 1,13 Dollar. Auch andere Währungen wie der Schweizer Franken oder die schwedische Krone werteten zum Dollar stark auf.

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