WIRTSCHAFT


US-Banken müssen größere Kapitalpuffer aufbauen

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Baku, den 9. April (AZERTAG). Für die acht führenden Geldhäuser in den USA, darunter JP Morgan Chase und Citigroup, gelten in Zukunft schärfere Eigenkapitalregeln. Sie müssen künftig zusätzliche 68 Milliarden Dollar als Kapitalpuffer bereithalten, teilte das Direktorium der US-Notenbank Fed mit. Die neue Regelung soll die Verschuldung der Geldhäuser beschränken.

Die strengere Verschuldungsquote schreibt vor, dass die Banken ab 2018 für sechs Prozent ihrer Bilanzsumme Eigenkapital vorhalten müssen. Für ihre Holdings gilt eine Quote von fünf Prozent. Damit ziehen die Aufseher die Konsequenz aus der Finanzkrise von 2007 bis 2009, als mehrere Institute ins Wanken gerieten und vom Staat aufgefangen werden mussten.

Der internationale Basel-III-Standard schreibt nur eine Quote von drei Prozent vor. Das bedeutet, dass Banken von 2018 an Eigenkapital in Höhe von mindestens drei Prozent der Bilanzsumme und außerbilanzieller Verpflichtungen vorhalten müssen. Doch die Bilanzsumme wird in der US-Rechnungslegung anders kalkuliert als nach den in Europa gültigen Standards, was einen direkten Vergleich erschwert.

Seit 2009 führt die Fed jährlich einen Stresstest durch. Dabei wird ein Krisenszenario durchgespielt und seine Folgen auf die Bankbilanzen berechnet: In einer schweren Rezession steigt die Arbeitslosigkeit rapide, der Aktienmarkt bricht um die Hälfte ein und die Häuserpreise stürzen auf das Niveau von 2001 ab. Damit soll die Widerstandsfähigkeit der Finanzbranche beurteilt und sichergestellt werden, dass die größten Banken kräftige Kapitalpuffer haben.

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