WIRTSCHAFT


US-Finanzaufsicht CFTC gegen die größte Bank der USA

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Baku, den 17. Oktober (AZERTAG). Die größte Bank der Welt muss erneut für das Derivate-Desaster von London zahlen. Die US-Finanzaufsicht verhängte eine Strafe in Höhe von 100 Millionen Dollar gegen JP Morgan Chase. Die Banker hätten „rücksichtslos agiert“.

Die Gesamtstrafe für das Spekulationsdesaster um den „Wal von London“ hat sich auf mehr als eine Milliarden Dollar erhöht (umgerechnet 740 Millionen Euro). JP Morgan Chase muss weitere 100 Millionen Dollar zahlen - die Strafzahlung verhängte die US-Finanzaufsicht CFTC gegen die größte Bank der USA. Zudem drängte die Behörde die Bank zum Eingeständnis, „dass ihre Händler rücksichtslos agiert haben“.

Nach einer 17 Monate langen Untersuchung sah es die CFTC als erwiesen an, dass Banker der Londoner JP-Morgan-Abteilung den Markt mit massiven Verkäufen geflutet hätten. Das komme einer Manipulation gleich. Dabei hätten die Banker laut CFTC die „möglichen Konsequenzen ihres Handelns leichtsinnigerweise außer Acht gelassen“.

Die besagte Londoner Abteilung von JP Morgan Chase Chart zeigen hatte im vergangenen Jahr mit fehlgeschlagenen Derivategeschäften einen Verlust von 6,2 Milliarden Dollar angehäuft, dies aber vor der Zentrale in den USA verheimlicht. Angesichts der schieren Größe der Spekulationen trug einer der Händler den Spitznamen „Wal von London“. Nach dem Auffliegen des Debakels im April 2012 hatte Bankchef Jamie Dimon Medienberichte über mögliche Verzerrungen der Märkte noch als „Sturm im Wasserglas“ bezeichnet.

Im September hatten bereits vier Aufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien wegen mangelnder interner Kontrollen Strafen in Höhe von zusammen 920 Millionen Dollar gegen JP Morgan verhängt. Die Rückstellungen für die Rechtsstreitigkeiten hatte zudem dafür gesorgt, dass die Bank im dritten Quartal dieses Jahres erstmals seit neun Jahren einen Verlust hinnehmen musste.

Der Fall ist für JP Morgan jedoch immer noch nicht abgeschlossen. Untersuchungen laufen noch bei der Staatsanwaltschaft von Manhattan. Zudem ermittelt die Börsenaufsicht SEC gegen einzelne beteiligte Händler.

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