GESELLSCHAFT


US-Hersteller stellt Ebola-Medikament bereit

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Baku, den 13. August (AZERTAG). Die Ebola-Epidemie in Westafrika hat bereits mehr als 1.000 Menschen das Leben gekostet. Der US-Hersteller des Serums ZMapp hat jetzt alle Vorräte zur Verfügung gestellt. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle der Ebola-Epidemie in Westafrika ist auf 1.013 gestiegen. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte, seien seit März insgesamt 1.848 Ebola-Verdachtsfälle von den Behörden gemeldet worden. Allein von Donnerstag bis Samstag seien 52 weitere Erkrankte gestorben. Sechs Menschen starben in Guinea, in Liberia 29 und in Sierra Leone 17.

Der Hersteller des experimentellen Ebola-Serums ZMapp hat Medienberichten zufolge angesichts der Lage sämtliche Vorräte nach Westafrika geschickt. In Folge der Anfrage eines westafrikanischen Staates“ seien die Vorräte des Serums nun erschöpft, teilte das Unternehmen Mapp Bio mit. Jegliche Entscheidung zur Anwendung des noch nicht zugelassenen Serums müsse vom ärztlichen Fachpersonal getroffen werden. Das Medikament werde kostenlos zur Verfügung gestellt.

Das gefährliche Virus ruft hohes Fieber, Erbrechen und Blutungen hervor, übertragen wird es durch Körperflüssigkeiten. Es gibt kein lizenziertes Behandlungsmittel oder Impfstoff.

Laut dem US-Nachrichtensender CNN gehen die ZMapp-Vorräte nach Liberia, einem der am stärksten von der Ebola-Epidemie betroffenen Staaten. ZMapp wurde bislang nur an Tieren getestet. Mangels Medikamenten gegen Ebola wurde es dennoch bei einem Arzt und einer Krankenschwester aus den USA angewendet. Sie hatten sich beim Umgang mit Ebola-Kranken in Liberia infiziert. Auch ein in Liberia mit dem Ebola-Virus infizierter spanischer Missionar wird mit dem Medikament behandelt.

Die WHO hatte die Ebola-Epidemie am Freitag zum internationalen Gesundheitsnotfall erklärt. Auf Einladung der WHO debattierten am Montag Mediziner und andere Experten über den Einsatz derartiger Arznei- und Impfmitteln und über ethische Fragen, die sich daraus ergeben.

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