WIRTSCHAFT


US-Notenbank fährt Anleihekäufe weiter zurück

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Baku, den 1. Mai (AZERTAG). Trotz der Konjunkturflaute im ersten Quartal drosselt die US-Notenbank die Geldspritzen für die Wirtschaft weiter. Die Fed fährt damit den Kauf von Staatsanleihen zum vierten Mal in diesem Jahr um 10 Milliarden Dollar zurück. Der Zinssatz bleibt auf seinem Dauertief.

Die US-Zentralbank Federal Reserve fährt ihr Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren weiter zurück. Der für die Geldpolitik zuständige Offenmarktausschuss der Fed kündigte am Mittwoch an, die monatlichen Anleihenkäufe um weitere zehn Milliarden Dollar auf nun 45 Milliarden Dollar zu drosseln. Den Leitzins beließ die Notenbank wie erwartet auf dem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent.

An diesem Zinsniveau will die Fed auch vorerst nicht rütteln. Eine Kursänderung machte die Zentralbank in ihrer Erklärung vom Mittwoch erneut von einer Annäherung der Inflationsrate an die Zielmarke von zwei Prozent sowie Fortschritten auf dem Arbeitsmarkt hin zur Vollbeschäftigung abhängig. Mit einer Erhöhung des Leitzinses wird im kommenden Jahr gerechnet. Fed-Chefin Janet Yellen hatte Mitte März angedeutet, dass ein Zinsanstieg bereits im ersten Halbjahr 2015 festgelegt werden könnte. Der US-Notenbanker Charles Evans schloß kürzlich aber auch nicht aus, dass deutlich mehr Zeit ins Land gehen könnte, bis die Zinswende eingeleitet wird: „Es könnten sechs, es könnten aber auch sechzehn Monate werden“, sagte er.

Die US-Wirtschaft war im ersten Quartal wegen des ungewöhnlich strengen Winterwetters kaum noch gewachsen. Nach Ansicht von Experten ist der Aufschwung in den USA jedoch nicht in Gefahr. Die Notenbank will ihre Konjunkturhilfen noch dieses Jahr ganz einstellen.

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