WELT


US-Umweltbehörde wirft Fiat Chrysler vor

Baku, 18. Mai, AZERTAC

Das US-Justizministerium bereitet nach Berichten aus informierten Kreisen gegen den italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler eine Klage vor. Auslöser der Ermittlungen gegen den Konzern ist der VW-Abgasskandal, der zu Untersuchungen bei anderen Herstellern führte. Die US-Umweltbehörde EPA wirft Fiat Chrysler vor, in Dieselfahrzeugen illegal eine Software zur Manipulation von Schadstoffemissionen eingesetzt zu haben. Es geht um die Angaben zum Ausstoß des Schadstoffs Stickoxid bei rund 100.000 Dieselwagen. Das Management weist dies zurück.

Ein Bundesrichter in Kalifornien hat für den 24. Mai eine Anhörung angesetzt, nachdem von Autobesitzern eine Reihe von Klagen gegen Fiat Chrysler eingereicht wurden. Es wird erwartet, dass das Justizministerium bis dann ebenfalls vor Gericht ziehen wird, wenn eine Einigung ausbleiben sollte.

Das Unternehmen erklärte, ein Rechtsstreit wäre kontraproduktiv für die aktuellen Gespräche mit EPA und der kalifornischen Umweltbehörde Carb. Fiat Chrysler werde sich gegebenenfalls vor Gericht gegen die Vorwürfe entschlossen zur Wehr setzen.

Auch in Europa haben die Behörden den Konzern ins Visier genommen. Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission gehen in dem Fall nun gegen Italien vor. Ihrer Ansicht nach hat das Land gegen EU-Recht verstoßen, indem es die Abschalteinrichtungen in der Abgasreinigung bestimmter Fiat-Modelle zuließ.

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