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Übergangspräsident Adil Mansur setzt in Ägypten Neuwahlen an

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Baku, den 9. Juli (AZERTAG). Der ägyptische Übergangspräsident hat einen Zeitplan für die kommenden sechs Monate vorgelegt: Erst soll ein neues Parlament, dann ein Präsident gewählt werden. Innerhalb von gut vier Monaten soll dann das Volk darüber entscheiden.

Anfang kommenden Jahres kann es laut Mansur Neuwahlen geben, Mitte Februar soll das Parlament gewählt werden. Nachdem es sich konstituiert hat, soll die Volksvertretung innerhalb einer Woche einen Termin für Präsidentschaftswahlen festsetzen.

Der Erklärung Mansurs seien Konsultationen mit den politischen Gruppierungen vorangegangen, die den Sturz Mohammed Mursis unterstützt hatten, hieß es in Kairo. Ob insbesondere Mursis Muslimbruderschaft dem Plan folgen wird, gilt als zweifelhaft.

Unterdessen droht Ägypten immer tiefer in Gewalt und Chaos zu versinken. Bei Straßenkämpfen zwischen Soldaten und Anhängern Mursis kamen am Montag mindestens 51 Zivilisten sowie zwei Polizisten und ein Soldat ums Leben. Auch Frauen und Kinder seien unter den Opfern. Neben den 54 Toten wurden während der drei Stunden andauernden Kämpfe mindestens 435 Menschen verletzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Mena unter Berufung auf den Leiter der ägyptischen Einsatzkräfte berichtete.

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