GESELLSCHAFT


Übermäßiger Antibiotika-Verbrauch führt zu Resistenzen

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Baku, 9. Oktober (AZERTAG). Übermäßiger Antibiotika-Einsatz steht in der Kritik - weil die Mittel irgendwann nicht mehr wirken. Eine Studie stellt nun fest: Vor allem bei Kindern sind Ärzte vorsichtiger geworden. Trotzdem sehen die Experten Grund zur Sorge.

Mediziner beobachten seit Jahren, dass bestimmte Medikamente bei Krankheiten nicht mehr anschlagen, weil die Erreger resistent geworden sind. Übermäßiger Antibiotika-Verbrauch gilt als eine der Ursachen. Die Forscher bewerten die Entwicklung daher positiv. Die Studie basiert auf Daten aus Arztpraxen. Als möglichen Grund nennen die Autoren die größere Zurückhaltung von Kinderärzten bei der Verordnung von Antibiotika im Vergleich zu Allgemeinmedizinern. Zudem sei denkbar, dass die Eltern skeptischer geworden seien - ähnlich ihrer Skepsis bei Impfungen.

Mehr als genug: Bei Rachen-, Mandel- und Mittelohrentzündungen werden Antibiotika deutlich zu oft verschrieben.

Sorge bereitet den Forschern aber der Gebrauch besonders wichtiger Reserve-Antibiotika, die eigentlich nur bei schweren Krankheiten eingesetzt werden sollen. Laut Studie wurden in Deutschland etwa mehr sogenannte Cephalosporine verschrieben. In Norwegen, Schweden, Dänemark und Holland würden diese Wirkstoffe ambulant hingegen kaum genutzt.

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