GESELLSCHAFT


Um das Smog-Problem einzudämmen, greift China zu drastischen Mitteln

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Baku, 21. Januar, AZERTAC

Um die Luftverschmutzung in den Städten zu verringern, will die chinesische Regierung 4300 kleine Kohlebergwerke stilllegen. Eine Million Menschen könnten ihren Arbeitsplatz verlieren.

Die Luftverschmutzung in Peking ist katastrophal. Im vergangenen Dezember riefen die Behörden gleich zwei Mal die höchste Alarmstufe "Rot" aus, Kinder und alte Menschen sollten nicht vor die Tür gehen. Um das Smog-Problem einzudämmen, greift die Regierung zu drastischen Mitteln: Nach Tausenden Fabriken sollen nun laut staatlicher Nachrichtenagentur Xinhua auch kleine Kohlebergwerke dichtgemacht werden. Ungefähr eine Millionen Arbeitsplätze seien betroffen.

Für die Schließung von 4300 Werken stellt die Regierung demnach umgerechnet 4,2 Milliarden Euro bereit. Die Minen sollen innerhalb der kommenden drei Jahre stillgelegt werden.

Ende 2015 waren in China ungefähr 11.000 Kohlebergwerke mit zusammen etwa sechs Millionen Mitarbeitern in Betrieb. Der Sektor ist von hohen Überkapazitäten geprägt: Es wird weitaus mehr Kohle gefördert als nötig, die Preise brechen ein. Zudem ist die chinesische Regierung entschlossen, den Anteil der Kohle an der gesamten Energieversorgung des Landes zurückzudrängen. 2015 lag er nach amtlichen Angaben bei 64,4 Prozent.

Smog ist nicht nur ein Problem vieler chinesischer Großstädte, auch andere Metropolen in Asien haben ähnliche Schwierigkeiten. Rund ein Drittel des gefährlichen Schwebstaubes in der chinesischen Hauptstadt stammt nach amtlichen Angaben aus dem Umland von Peking, wo viele Industriebetriebe stehen. Weitere Schadstoffquellen sind laut Greenpeace unter anderem der Autoverkehr, mit Kohle betriebene Heiz- und Stromkraftwerke sowie die Industrie.

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