WELT


Umweltminister von Burundi erschossen

Baku, 2. Januar, AZERTAC

Der Umweltminister des ostafrikanischen Krisenstaats Burundi ist von einem Unbekannten erschossen worden. Emmanuel Niyonkuru wurde am frühen Sonntagmorgen in seinem Auto in der Hauptstadt Bujumbura getötet, wie Polizeisprecher Pierre Nkurikiye berichtete. Eine Frau wurde unter dem Verdacht festgenommen, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Auch zwei Sicherheitsleute des Politikers wurden abgeführt. "Es ist klar, dass der Mörder sich in demselben Auto befand wie der Minister", sagte Nkurikiye der Deutschen Presse-Agentur.

Burundi durchlebt politisch unruhige Zeiten seit der rechtlich umstrittenen Wiederwahl des Präsidenten Pierre Nkurunziza im Juli 2015. Hunderte Menschen wurden von der Polizei oder bewaffneten Oppositionsgruppen getötet.

Nkurunziza hatte Ende der Woche angekündigt, ein viertes Mal für das höchste Staatsamt zu kandidieren und dafür die Verfassung ändern zu lassen.

In dem Land mit rund elf Millionen Einwohnern war 2005 ein Bürgerkrieg zwischen der Hutu-Mehrheit und der Tutsi-Minderheit mit schätzungsweise 300 000 Toten zu Ende gegangen.

 

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