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Uno-Sicherheitsrat beschließt eine Entsendung von zusätzlichen Blauhelmsoldaten

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Baku, 13. August, AZERTAC

Heftige Kämpfe im Südsudan verstärken die Sorge um ein erneutes Aufflammen des Bürgerkriegs. Nun hat der Uno-Sicherheitsrat die Entsendung von zusätzlichen Blauhelmsoldaten in das Krisenland beschlossen.

Im Südsudan sind bereits 13.500 Blauhelmsoldaten stationiert. Doch den Friedenstruppen gelingt es nicht, das Bürgerkriegsland zu befrieden. Nun hat der Uno-Sicherheitsrat die Entsendung von zusätzlich 4000 Soldaten beschlossen.

Das oberste Gremium der Uno verabschiedete eine von den USA eingebrachte Resolution, die der Regierung in Juba mit der Verhängung eines Waffenembargos droht, sollte sie die Uno-Friedenstruppen behindern. Die Blauhelmsoldaten sollen in dem Bürgerkriegsland für ein Ende der Kämpfe zwischen den Truppen von Präsident Salva Kiir und den Rebellen von Riek Machar sorgen.

Elf der 15 Mitglieder des Sicherheitsrats stimmten für die Resolution, China, Russland, Ägypten und Venezuela enthielten sich. Die Truppen sollen vor allem von Äthiopien, Kenia und Ruanda gestellt werden. Die Soldaten sind laut der Resolution berechtigt, "alle notwendigen Mittel" einzusetzen, um ihre Mission zu erfüllen.

Auch der Südsudan stimmte einer Entsendung weiterer Blauhelmsoldaten grundsätzlich zu. Die Uno-Truppen, die sich bereits im Land befinden, sollen helfen, das fragile Friedensabkommen von August 2015 umzusetzen, das eine Machtteilung zwischen den Konfliktparteien vorsieht. Anfang Juli hatten heftige Kämpfe ein erneutes Aufflammen des Bürgerkriegs befürchten lassen.

In dem jungen Staat war im Dezember 2013 der lange schwelende Machtkampf zwischen Kiir und seinem Vize Machar eskaliert. Seitdem wurden bei Kämpfen und ethnisch motivierten Massakern zehntausende Menschen getötet und Millionen weitere aus ihren Häusern vertrieben. Unter internationalem Druck einigten sich die Rivalen schließlich auf eine Machtteilung, doch zerbrach die Einheitsregierung Anfang Juli nach nur wenigen Tagen. Fast 300 Menschen wurden bei erneuten Kämpfen getötet.

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