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Verdächtiger im Fall Schumacher tot aufgefunden

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Baku, den 6. August (AZERTAG). Am Dienstag hatte die Zürcher Staatsanwaltschaft Medienberichten zufolge einen Mann festgenommen. Er wurde verdächtigt, etwas mit dem Diebstahl der Krankendaten des verunglückten Formel-1-Fahrers Michael Schumacher zu tun zu haben. Am Mittwoch wurde der Mann nun erhängt in seiner Zelle in einem Züricher Gefängnis aufgefunden.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, handelte es sich um den Mitarbeiter eines Schweizer Luftrettungsunternehmens. Eine französische Tageszeitung hatte berichtet, dass Schumachers Krankenakte Medien für etwa 60 000 Schweizer Franken (das sind 49 000 Euro) angeboten worden war und anscheinend von einem Computer des Luftrettungsunternehmens in Zürich stammte.

In einer ersten Befragung durch die Polizei habe der Mitarbieter die Vorwürfe bestritten. An diesem Mittwoch hätte der Mann durch die Staatsanwaltschaft befragt werden sollen.

Am Morgen wurde der Mann tot gefunden. Es bestehe kein Hinweis auf Dritteinwirkung, teilte die Staatsanwaltschaft in Zürich mit. Dennoch habe sie, wie in solchen Fällen üblich, eine Untersuchung eingeleitet.

Der frühere Formel-1-Rennfahrer Schumacher war Ende Dezember im französischen Skigebiet Méribel bei einem Sturz mit dem Kopf auf einen Felsen geprallt und lag danach mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma wochenlang im Koma. Nachdem er wieder zu Bewusstsein gekommen war, wurde er Mitte Juni unter größter Diskretion von der Uni-Klinik in Grenoble zur Reha nach Lausanne verlegt. Der Diebstahl der Krankendaten wurde am 24. Juni bekannt. In dem Schreiben sollen Angaben zur Behandlung Schumachers in Grenoble festgehalten sein.

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