WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE


Verschollener Neptun-Mond Naiad wiederentdeckt

A+ A

Baku, den 19. Oktober (AZERTAG). Mehr als zwei Jahrzehnte ist der Neptun-Mond Naiad nicht mehr gesichtet worden: Erst jetzt haben Astronomen den nur 100 Kilometer großen Trabanten wiederentdeckt – auf Fotos, die „Hubble“ funkte.

Erstmals seit 24 Jahren haben Astronomen den innersten Mond des Planeten Neptun wieder gesichtet. Ein Team um Mark Showalter vom Seti-Institut im kalifornischen Mountain View entdeckte den nur rund 100 Kilometer großen Trabanten namens Naiad in Beobachtungsdaten des Weltraumteleskops „Hubble“.

Die Forscher gaben die Sichtung des kleinen Mondes auf der Jahrestagung der Abteilung für Planetenforschung der Amerikanischen Astronomengesellschaft AAS in Denver (US-Staat Colorado) bekannt.

Naiad erst im Jahr 1989 entdeckt - Der innerste Mond des Neptun war 1989 von der Raumsonde „Voyager 2“ entdeckt worden. „Naiad war ein schwer fassbares Beobachtungsziel, seit 'Voyager' das Neptunsystem verlassen hat“, betonte Showalter in einer Mitteilung seines Instituts.

Am irdischen Himmel erscheint der Planet Neptun demnach rund zwei Millionen Mal heller als sein innerster Trabant, und beide trennt nur ein Abstand von einer Bogensekunde, also knapp 0,0003 Grad. „Das entspricht der Dicke eines menschlichen Haars aus 15 Metern Abstand“, erläuterte Showalter.

Analysetechnik enthüllte den kleinen Mond - Erst eine neue Analysetechnik, mit der sich Neptuns vergleichsweise greller Schein unterdrücken lässt, enthüllte den kleinen Mond schließlich auf acht "Hubble"-Aufnahmen vom Dezember 2004. Überrascht hat die Forscher dabei die Position des Trabanten.

Naiad befinde sich weit vor seiner berechneten Position, berichtete das Institut. Möglicherweise habe die Schwerkraft anderer Neptunmonde Naiad auf seiner Bahn beschleunigt, mutmaßen die Forscher.

Neptun ist der äußerste Planet unseres Sonnensystems und mit rund 4,5 Milliarden Kilometern 30 Mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde.

 

© Jede Verwendung von Materialien muss durch den Hyperlink kenntlich gemacht werden

KONTAKT MIT DEM AUTOR

Füllen Sie die erforderlichen Stellen mit Zeichen* aus

Bitte geben Sie die Buchstaben wie oben gezeigt ein.
Egal, ob die Buchstaben groß oder klein sind