GESELLSCHAFT


Vier neue Ebola-Verdachtsfälle in Guinea

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Baku, den 28. März (AZERTAG). Vier weitere Menschen sind in Guinea am Ebola-Virus erkrankt. Mit dem Verbot des Verkaufs und Verzehrs von wilden Tieren wollen die Behörden eine weitere Verbreitung des Virus stoppen: Die Wildtiere gelten zwar als Delikatesse, können aber auch das tödliche Virus übertragen.

In Guinea sind nach Ausbruch des Eboloa-Virus im vergangenen Monat 63 Menschen gestorben, elf Verdachtsfälle waren bislang bekannt. Am Donnerstag berichtete Gesundheitsminister Remy Lamah von vier weiteren Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben sollen.

„Die vier wurden positiv getestet“, sagte Lamah der Nachrichtenagentur Reuters, die Betroffenen seien in eine Isolierstation in das Donka Krankenhaus gebracht worden.

Erst am Mittwoch hatten die Behörden des westafrikanischen Landes den Verkauf und Verzehr von wilden Tieren verboten. In Guinea gelten Affen, Fledermäuse, Antilopen und Ratten als Delikatesse - aber sie sind auch potentielle Träger des Krankheitserregers. Oft reisten Menschen aus anderen Landesteilen in die von der Seuche betroffenen Gebiete, um das Dschungelfleisch zu kaufen. Dies könnte zu einer weiteren Ausbreitung führen, hieß es.

Aus dem Nachbarland Liberia wurde am Mittwoch ein neuer Verdachtsfall gemeldet. Der Patient werde in der Hauptstadt Monrovia behandelt, berichtete die örtliche Zeitung „Daily Observer“.

Ein internationales Expertenteam ist in der Region im Einsatz, um die Epidemie zu bekämpfen. Auch deutsche Virologen reisten nach Guinea.

Eine Ausbreitung der Ebola-Epidemie nach Europa ist nach Expertenmeinung nicht zu befürchten. „Die Chance ist aus meiner Sicht sehr, sehr gering“, sagte Jakob Cramer, Tropenmediziner und Leiter der Ambulanz des Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg. „In Deutschland hat es noch nie einen Fall gegeben.“ Er gehe auch diesmal davon aus, dass es keine Fälle geben werde.

Ebola ist eine der gefährlichsten Krankheiten weltweit. Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. Die Krankheit ist sehr ansteckend und endet meist tödlich. Bisher gibt es weder eine vorbeugende Impfung noch eine Therapie.

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