GESELLSCHAFT


Vom Umweltschützer zum Umweltzerstörer

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Baku, 29. Januar, AZERTAC

Die Jacht von Microsoft-Gründer Paul Allen ist auf ein geschütztes Korallenriff gefahren. Das Idyll vor den Cayman Islands nahm erheblich Schaden.

Paul Allen ist eigentlich keiner der Multimilliardäre, denen die Natur egal ist. Der Microsoft-Mitgründer setzt sich für den Schutz afrikanischer Elefanten ein, gegen illegalen Fischfang - und unterstützt eine Organisation, die Jachtbesitzer über die Schäden aufklärt, die sie im Meer anrichten können.

Künftig kann Allen aus erster Hand erzählen: In der Nähe der Cayman Islands hat seine rund 90 Meter lange Jacht "MV Tatoosh" ein geschütztes Korallenriff durchgepflügt und weitgehend zerstört. Die Kette des Schiffs soll rund 80 Prozent des 1300 Quadratmeter großen Riffs aufgerissen haben.

Ein Taucher habe die Crew darauf aufmerksam gemacht, dass ihre Ankerkette das Korallenriff beschädigt habe, heißt es in einer Erklärung von Allens Investmentfirma Vulcan. Die Jacht sei dann schnell abgedreht. Man unterstütze die Ermittler auf den Cayman Islands bei der Aufklärung des Vorfalls.

Die Beschädigung des maritimen Ökosystems könnte Allen bis zu 600.000 Dollar Strafe kosten - keine große Summe, angesichts der 18,4 Milliarden Dollar, auf die das Vermögen Allens geschätzt wird. Der Mann, der mit Bill Gates 1975 den lange erfolgreichsten Softwarehersteller der Welt gründete, lag auf der "Forbes"-Liste der reichsten Menschen der Welt auf Platz 51.

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