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Vulkan Sinabung könnte auf Sumatra ausbrechen

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Baku, den 25. November (AZERTAG). Der Katastrophenschutz hat die höchste Warnstufe ausgerufen, Zehntausende müssen ihre Dörfer verlassen. Nach mehreren Eruptionen nimmt die Sorge zu, der Vulkan Sinabung auf Sumatra könnte ausbrechen.

Nachdem es am indonesischen Vulkan Sinabung in der Nacht zum Sonntag mehrere Eruptionen gegeben hat, werden Zehntausende Menschen aus ihren Dörfern in der Umgebung evakuiert. Das indonesische Zentrum für Vulkanologie und geologischen Katastrophenschutz (PVMBG) hat die höchste Warnstufe ausgerufen. PVMBG-Manager Mohammed Hendrasto sagte der „Jakarta Post“, die vulkanischen Aktivitäten des Mount Sinabung würden noch fluktuieren, hätten aber zugenommen.

Das Global Volcanism Program des Smithsonian Institute meldet, die von dem rund 2400 Meter hohen Vulkan auf Sumatra ausgestoßene Aschewolke sei bereits in der Vorwoche bis zu einer Höhe von 3,7 Kilometern aufgestiegen und fast 150 Kilometer weit in Richtung Westen und Nordwesten gedriftet.

Zudem sei am 14. November ein sogenannter pyroklastischer Strom mehr als einen Kilometer an der Südostflanke des Vulkans herabgeflossen. Dabei handelt es sich um eine Wolke aus Asche und Gas, die sich mit einer Geschwindigkeit von mehreren hundert Stundenkilometern bewegt und bis zu 800 Grad heiß werden kann. Am 18. November habe eine Webcam schließlich eine Explosion aufgenommen, die eine Aschewolke ausstieß, die Satellitenbildern zufolge auf bis zu 11,3 Kilometer Höhe stieg.

Zuletzt war der Sinabung vor 400 Jahren ausgebrochen und hatte sich seither weitgehend ruhig verhalten. Schon 2010 hatten neue Eruptionen des Berges mehrere tausend Menschen in die Flucht getrieben. Nachdem die Aktivität des Sinabung in den vergangenen Wochen zugenommen hatte, waren bereits Mitte November mehr als 5000 Menschen aus Angst vor einem Ausbruch aus der Gegend geflohen.

Auch der Flugverkehr ist von der Aktivität des Vulkans betroffen. Die mit Turbopromaschinen und Helikoptern operierende lokale Fluggesellschaft Susi Air stellte ihre Flüge vom Kuala Namu International Airport nahe der Provinzhaupstadt Medan ein. Zur Begründung hieß es, die dicken Aschewolken stellten eine zu große Bedrohung für die Flugzeuge dar. Alle Flugzeuge der Firma seien am Morgen von einer Ascheschicht bedeckt gewesen, berichtet Manager Hadi Zulfadli der „Jakarta Post“. Auch die malaysische Fluggesellschaft AirAsia stoppte mehrere Abflüge von dem internationalen Flughafen.

Der Sinabung ist nur einer von Dutzenden aktiver Vulkane, die den Inselstaat Indonesien bedecken.

 

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