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Waldbrände in Kanada: rund 2400 Gebäude zerstört

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Baku, 10. Mai, AZERTAC

Waldbrände haben im kanadischen Fort McMurray gewütet - für die Behörden ist es ein Wunder, dass alle Einwohner gerettet worden sind. Doch in ihre Häuser zurückkehren können sie noch nicht.

Die Waldbrände in Kanada habe in der Stadt Fort McMurray rund 2400 Gebäude zerstört. Damit ist der Ort glimpflich davongekommen, das Ausmaß der Zerstörung ist offenbar deutlich geringer als gedacht. 90 Prozent der Stadt hätten gerettet werden können, sagte Rachel Notley, Regierungschefin der Provinz Alberta.

"Es war ein Wunder, dass wir die ganze Bevölkerung sicher herausgebracht haben", sagte Notley. Ein ähnliches Wunder sei es, dass dank "schneller Reaktion und harter Arbeit" offenbar 90 Prozent der Stadt vor den Flammen hätten gerettet werden können. Fast 25.000 Gebäude seien intakt geblieben, darunter das Krankenhaus, Gemeindegebäude und Schulen.

Damit sei die Zerstörung geringer als beim Brand um Slave Lake, der in Alberta im Jahr 2011 wütete. "Diese Stadt war vor nur ein paar Tagen von einem Flammenmeer umgeben, aber Fort McMurray und die umliegenden Gemeinden wurden gerettet. Und sie werden wieder aufgebaut", schrieb Notley auf Facebook.

An eine Rückkehr sei für die Betroffenen momentan aber noch nicht zu denken. Erst in zwei Wochen werde es möglich sein, einen Zeitplan für die Rückkehr der Bewohner aufzustellen, sagte Feuerwehrchef Darby Allen. Die zentralkanadische Stadt mit ihren 100.000 Einwohnern war evakuiert worden, nachdem sich ihr Waldbrände vor über einer Woche bedrohlich genähert hatten.

Den Behörden zufolge gibt es derzeit noch an vielen Stellen Glutnester und die Brandbekämpfung gehe weiter. Außerdem seien Stromleitungen kaputt und die Versorgung mit Gas und Wasser sowie die Abfallentsorgung und Gesundheitsversorgung müssten wiederhergestellt werden. Retter und Reparaturarbeiter hätten wochenlange Arbeiten vor sich.

Mittlerweile haben die Brände sich auf eine Fläche von 204.000 Hektar ausgebreitet, was mehr als der doppelten Größe Berlins entspricht. Sie sind noch etwa 30 Kilometer von der benachbarten Provinz Saskatchewan entfernt. Nach offiziellen Angaben waren zuletzt 700 Feuerwehrleute im Einsatz und weitere 300 auf dem Weg.

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