WELT


Waldbrände in Portugal: Mehr als 60 Tote

Baku, 24. Juli, AZERTAC

Mehrere Feuerfronten machen den Einsatzkräften in Portugal zu schaffen. Fast 2000 Feuerwehrleute seien seit Sonntag im Einsatz, um 17 Brandherde zu löschen, berichtete die portugiesische Zeitung "Observador" unter Berufung auf den Zivilschutz.

Besonders schlimm betroffen seien die zentralen Bezirke Castelo Branco und Coimbra. Dort brannten Eukalyptuswälder. In der Region von Santarém wurden laut der Zeitung "Público" die Bewohner aus drei Dörfern vorsorglich in Sicherheit gebracht.

Erst in der vergangenen Woche hatte das Parlament in Lissabon entschieden, den Anbau der leicht entzündlichen Eukalyptusbäume künftig zu reduzieren. Die Regierung reagierte damit auf die schweren Waldbrände im Juni, bei denen 64 Menschen ums Leben kamen.

Die meisten Todesopfer starben in ihren Autos, als sie versuchten, vor der Feuerwalze zu fliehen. Umweltschützer fordern schon lange eine Waldreform in dem gerade im Sommer extrem heißen und trockenen Land.

Der in Europa nicht heimische Eukalyptus ist in Portugal wichtiger Bestandteil der Papier- und Zelluloseindustrie. Für den Anbau wurden in den vergangenen Jahren weite Waldflächen gerodet.

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