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Warum sollte man das Frühstück nicht ausfallen lassen?

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Baku, 2. Dezember, AZERTAG

Während in England deftige Würste, pochierte Eier und gebratener Speck auf den Frühstückstisch kommen, bevorzugen die Franzosen ein süßes Croissant mit Café au Lait. Beißen Deutschen in ihre Käse- oder Wurstbrötchen, löffeln die Japaner lieber eine Misosuppe. Was wir morgens zu uns nehmen, hat vor allen Dingen mit unserer Kultur zu tun.

Doch was ist zum Start in den Tag eigentlich gesund? Und bei welchen Nationen kann man sich in Sachen Frühstück noch etwas abschauen? Welche Variante ist am gesündesten? Experten geben Tipps rund um die erste Mahlzeit am Morgen:

Die schlechteste Frühstücksvariante ist, morgens gar nichts zu sich zu nehmen. Man sollte die Mahlzeit kurz nach dem Aufstehen auf keinen Fall ausfallen lassen. „Der Körper hat über Nacht viele Reserven abgebaut und braucht gleichzeitig Energie, um in den Tag starten zu können“, erklären deutsche Ernährungswissenschaftler. „Da ist ein ausgewogenes Frühstück sehr wichtig.“ Eine Studie mit Schulkindern habe außerdem gezeigt, dass die Leistungen der Schüler ohne Frühstück sinken und ihre Konzentration nachlässt. „Wer morgens etwas zu sich nimmt, kurbelt außerdem den Kreislauf an“, so Wissenschaftler.

An dem Sprichwort, „morgens zu essen wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler“, sei auf jeden Fall viel Wahres dran, so die Ernährungswissenschaftlerin. Auch Harald Seitz vom aid-Infodienst für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz warnt, dass das Übergewichtsrisiko erhöht sei, wenn man nicht frühstücke: „Bei der nächsten Mahlzeit neigt man dann dazu, mehr zu essen, größere Portionen, Snacks zwischendurch, süß oder fettig, und dann nimmt man zu.“

Ernährungswissenschaftler empfehlen: „Ideal ist ein Mix aus Getreide, am besten aus Vollkorn, fettarmen Milchprodukten, Obst und Gemüse und dazu ein kalorienarmes Getränk.“ Es sei wichtig, „reichlich Ballaststoffe, viele Vitamine und Mineralstoffe sowie komplexe Kohlenhydrate statt Einfachzucker zu essen.“ Der gehe nämlich direkt ins Blut über und lasse den Blutzuckerspiegel stark ansteigen.

Ein ausgewogenes Frühstück sieht beispielsweise so aus: „ein herzhaftes Vollkornbrot, dünn bestrichen mit Margarine, Butter oder Frischkäse, belegt mit magerem Schinken, fettarmen Wurst- oder Käsesorten oder vegetarischen Aufstrichen“, ergänzt durch „Gurken, Paprika, Karotten, Radieschen oder Tomaten“. Frisches Obst passe perfekt zum Müsli mit Getreide und fettarmer Milch oder Joghurt.

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