GESELLSCHAFT


Wegen des Smogs werden in China tausende Fabriken geschlossen

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Baku, 1. Dezember, AZERTAC

Ausgerechnet zum Weltklimagipfel in Paris versinkt Chinas Hauptstadt im Smog. Die Behörden in Peking lassen nun Fabriken schließen, um die Luftverschmutzung einzudämmen. Präsident Xi verspricht Taten für den Klimaschutz.

Wegen des dichten Smogs werden in China vorübergehend tausende Fabriken geschlossen. Die Behörden in Peking ordneten die Schließung von 2100 besonders stark umweltverschmutzenden Firmen an, wie die staatliche Zeitung "China Daily" am Dienstag berichtete. Den Einwohnern von Peking wurde empfohlen, nicht nach draußen zu gehen. Fluglinien strichen mehr als 30 Flüge von Peking und Shanghai aus.

Über Peking lag auch am Dienstag eine dicke, graue Smog-Schicht. Dabei erreichten die Werte für den besonders gesundheitsgefährdenden PM2,5 -Feinstaub bis zu 598 Mikrogramm pro Kubikmeter. In der Provinzhauptstadt Jinan lagen die Werte ebenfalls bei mehr als 400 Mikrogramm. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass ein Grenzwert von durchschnittlich 25 Mikrogramm über den Tag verteilt nicht überschritten werden soll.

Das Umweltdesaster kommt just zu dem Zeitpunkt, zu dem Delegationen aus aller Welt auf der Uno-Klimakonferenz in Paris um ein Abkommen zur Begrenzung der Erderwärmung ringen. Chinas Staatschef Xi Jinping hatte dort "Taten" zur Begrenzung des Ausstoßes von Treibhausgas-Emissionen zugesichert.

Kurz zuvor hatte die Regierung in Peking eine neue wissenschaftliche Analyse zu den Folgen des Klimawandels für China vorgelegt. Die Studie enthält laut "New York Times" düstere Szenarien über Sturmfluten, Dürren und Probleme in der Landwirtschaft - die Chinas Selbstversorgung mit Lebensmitteln gefährden könnten. Diese aber hat für die Regierung Priorität.

Besonders kleine Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer können beim Einatmen bis in die Lungenbläschen gelangen und sind für die menschliche Gesundheit hochriskant. In China wird die zunehmende Umweltverschmutzung inzwischen für hunderttausende Todesfälle verantwortlich gemacht, etwa durch Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Lungenkrebs. Die größten Luftverschmutzer sind Kohlekraftwerke, Industrieanlagen und der mit dem wachsenden Wohlstand rasant zunehmende Autoverkehr.

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