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Wer regelmäßig läuft, hat ein deutlich geringeres Risiko, frühzeitig zu sterben

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Baku, den 29. Juli (AZERTAG). Wer regelmäßig läuft, hat ein deutlich geringeres Risiko, frühzeitig zu sterben, berichten US-Forscher. Besonders vor Herz-Kreislauf-Krankheiten sind Jogger besser gefeit. Schon ein kleines bisschen Sport treiben ist viel gesünder, als sich nicht zu bewegen - das ist das Fazit einer aktuellen US-amerikanischen Studie. Konkret ging es in der Untersuchung ums Laufen. Nach Angaben des Teams um Duck-chul Lee von der Iowa State University in Ames hatten Menschen, die regelmäßig liefen, ein 45 Prozent geringeres Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben als Menschen, die nie joggten.

Im Studienzeitraum war das Sterberisiko der Läufer insgesamt um rund 30 Prozent geringer als das der Bewegungsmuffel, berichten die Forscher im „Journal of the American College of Cardiology“. Dabei machte es kaum einen Unterschied, wie lange, schnell und weit die Menschen liefen - Hauptsache, sie taten es überhaupt. Wer weniger als 50 Minuten pro Woche joggte, hatte ein ebenso stark gesenktes Sterberisiko wie jemand, der mehr als drei Stunden pro Woche lief.

An der Studie nahmen rund 55.000 Menschen teil, das Durchschnittsalter lag bei 44 Jahren. Alle berichteten zu Beginn der Untersuchung, ob und wie oft, wie viel und wie weit sie liefen. Im 15-jährigen Zeitraum der Studie starben 3413 Teilnehmer, 1217 davon an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Rund ein Viertel der Teilnehmer lief regelmäßig. Unter den Läufern fanden sich überdurchschnittlich viele Männer. Zudem waren die Jogger im Schnitt jünger, schlanker, eher Nichtraucher und sie hatten seltener chronische Krankheiten. Dies alles bezogen die Forscher in ihre Berechnungen mit ein. Auch wie häufig die Teilnehmer andere Sportarten trieben, wurde erfasst und entsprechend bedacht.

Lee hofft, dass das Ergebnis Menschen motiviert, mit dem Laufen zu beginnen. Schließlich sei es oft eines der größten Hindernisse, die Zeit für regelmäßigen Sport zu finden. Laufen könne da die gute Option sein - denn schon fünf bis zehn Minuten täglich könnten einen größeren Effekt haben als 15 bis 20 Minuten Spazierengehen oder andere weniger fordernde Bewegung, die viele als zu zeitraubend empfänden.

In einem Kommentar im Fachblatt weist ein Team von Forschern aus Taiwan darauf hin, dass sich Sport und Gesundheit natürlich in vielfacher Weise gegenseitig beeinflussen. Wer sich viel bewege, sei gesünder und daher auch in der Lage, sich mehr zu bewegen und gesünder zu bleiben - Ursache und Wirkung seien so nicht immer klar erkennbar.

Die Gruppe um Chi Pang Wen von den National Health Research Institut in Zhunan schließt mit einer Empfehlung für Mediziner: „Wir Ärzte sollten praktizieren, was wir predigen, und selbst wenigstens 15 Minuten am Tag Sport treiben. Wir müssen keine Athleten sein, aber Bewegung sollte ein Teil unserer Tagesablaufs sein.“ 

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