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Wer wird neuer UN-Generalsekretär

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Baku, 16. April, AZERTAC

Die Amtszeit von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon läuft nur noch bis Ende des Jahres. Dann muss ein Nachfolger gefunden sein. Einer ungeschriebenen Regel zufolge soll er diesmal aus Osteuropa kommen. Viele Mitgliedsländer plädieren zudem dafür, dass erstmals in der Geschichte der UN eine Frau zum Zug kommt. Aus der brodelnden Gerüchteküche dringt immer wieder der Name Angela Merkel, auch wenn Diplomaten die Chancen für eine Kandidatur der deutschen Bundeskanzlerin bei nahezu null einstufen. Neun Kandidaten haben sich bislang offiziell beworben, jederzeit können weitere dazukommen.

1. SRGJAN KERIM: Der frühere mazedonische Politiker und Präsident der UN-Generalversammlung warf seinen Hut als erster in den Ring. Seine Chancen werden aber als gering eingestuft.

2. VESNA PUSIĆ: Die frühere kroatische Außenministerin erfüllt mit ihrer Herkunft und ihrem Geschlecht zwar die Wünsche vieler Mitgliedsstaaten, aufgrund ihrer geringen Bekanntheit werden ihre Chancen aber als gering eingeschätzt.

3. IGOR LUKŠIĆ: Montenegros Außenminister und früherer Premierminister ist mit 39 Jahren der jüngste der bisherigen Kandidaten. Das dürfte seine Aussichten auf das Amt, bei dem viel Erfahrung gefragt ist, aber nicht unbedingt verbessern.

4. DANILO TÜRK: Dem früheren Präsident Sloweniens werden nur geringe Aussichten auf das Amt nachgesagt.

5. IRINA BOKOVA: Die aus Bulgarien stammende Generalsekretärin der UN-Kulturorganisation Unesco, die als kompetent und beliebt gilt, erfüllt viele der Anforderungen für den Posten der UN-Chefin.

6. NATALIA GHERMAN: Der früheren Außenministerin Moldawiens werden höchstens Außenseiterchancen eingeräumt.

7. ANTÓNIO GUTERRES: Der frühere Premierminister Portugals war bis Ende 2015 UN-Hochkommissar für Flüchtlinge und kennt die Vereinten Nationen bestens. Er gilt, auch wenn er nicht aus Osteuropa stammt, als ein Favorit.

8. HELEN CLARK: Die ehemalige neuseeländische Ministerpräsidentin, die derzeit das UN-Entwicklungsprogramm leitet, kennt sich bei den Vereinten Nationen blendend aus. Auch sie gilt trotz fehlendem Osteuropa-Hintergrund als Favoritin.

9. VUK JEREMIĆ: Die Chancen des früheren serbischen Außenministers und Präsidenten der UN-Vollversammlung werden als eher gering eingeschätzt.

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