WIRTSCHAFT


Wettbewerb mit dem US-Rivalen MasterCard

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Baku, 3. November, AZERTAC

Der Kreditkartenkonzern Visa kauft seinen einstigen Europa-Ableger zurück. Der Preis könnte am Ende bei 21,2 Milliarden Euro liegen. Die Übernahme soll im Konkurrenzkampf mit dem US-Rivalen MasterCard helfen.

Der US-Kreditkartenanbieter Visa kauft seine ehemalige Tochter Visa Europe zurück. Visa werde dafür bis zu 16,5 Milliarden Euro zahlen und rechne mit zusätzlichen Zahlungen im Umfang von bis zu 4,7 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen mit. Die Verwaltungsräte von Visa und Visa Europe hätten die Übernahme bereits genehmigt.

Visa Europe mit Sitz in Großbritannien ist im Besitz von mehreren Tausend Banken und Finanzdienstleistern aus 38 Ländern. Seit 2007 ist das Unternehmen selbstständig. Von der Übernahme erhofft sich Visa Vorteile in Europa im Wettbewerb mit dem US-Rivalen MasterCard. Von dem Verkauf dürften vor allem britische Geldhäuser profitieren, die auf einen Anteil von rund 40 Prozent an Visa Europe kommen.

Wie auch in Nordamerika werden in Großbritannien viele Rechnungen mit der Kreditkarte beglichen. Visa hatte bereits im Juli über die Gespräche mit Visa Europe informiert und einen Abschluss bis Ende Oktober in Aussicht gestellt. Im Rahmen des Visa-Börsengangs 2008 war das europäische Geschäft ausgeschert. Seither verbindet beide Seiten nur ein unbefristeter Lizenzvertrag. Visa Europe hat mehr als 500 Millionen Kreditkarten im Umlauf.

Den Milliarden-Kauf stemmt Visa gestärkt von einem deutlichen Gewinnplus. Das Nettoergebnis stieg im vierten Geschäftsquartal bis Ende September um 41 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Die Einnahmen legten währungsbereinigt um 13 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar zu.

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