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Wilde Kringel über dem Atlantik

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Der Nasa-Satellit „Terra“ fotografiert aus dem All, wie die Wolken an den Gipfeln der Kanarischen Inseln verwirbeln. Ursache ist das Zusammenspiel zweier Kräfte.

Die Kanarischen Inseln verraten sich - aus dem All betrachtet - sogar bei bewölktem Himmel. Der Nasa-Satellit „Terra“ fotografierte jetzt erstaunliche Wolkenformationen, die sich an den Berggipfeln der Atlantikinseln bildeten - eine Kármánsche Wirbelstraße.

Das Phänomen entsteht, wenn zwei Kräfte zusammenspielen: Treibt Höhenwind Wolken über ein Hindernis, wie hier über die Spitzen der Vulkane auf den Kanaren, teilt sich die Strömung. Es entstehen Wirbel - ähnlich wie Fußstapfen nacheinander jeweils auf der einen, dann auf der gegenüberliegenden Seite.

Am Hindernis, den Berggipfeln, drehen sich die Wirbel zunächst nach außen weg, schwingen dann nach innen, der Hauptströmung folgend. Auf der einen Seite drehen sich die Wirbel im Uhrzeigersinn, auf der anderen Seite entgegengesetzt. Wie Strudel in einem reißenden Fluss wirken die Himmelsgebilde.

Das Phänomen entdeckte der Physiker Theodore von Kármán, der 1911 beschrieb, wie sich in Strömungen solche Wirbel bilden.

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