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Windows XP

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Baku, den 9. Juli (AZERTAG). Für Windows XP gibt es ab April 2014 von Microsoft keinen Support, keine Updates mehr. Experten raten daher zum Wechsel, vor allem aus Sicherheitsgründen. Der XP-Rechner sollte dann offline bleiben.

Am 25. Oktober 2013 feiert Windows XP seinen zwölften Geburtstag und erreicht damit ein für Betriebssysteme geradezu biblisches Alter. „Dass ein System so lange gepflegt wird, ist in der Branche eigentlich unüblich“, sagt Rüdiger Weis, Professor für Informatik an der Beuth-Hochschule in Berlin.

Doch am 8. April 2014 ist Schluss. Dann will Microsoft den Support für den Software-Dinosaurier einstellen, Patches und Sicherheitsupdates gibt es nicht mehr. Spätestens dann sollten XP-Nutzer zu einem neuen Betriebssystem wechseln.

Naheliegend ist natürlich der Wechsel zu einem der XP-Nachfolger wie Vista, 7 oder 8. Die haben theoretisch zwar höhere Hardwarevoraussetzungen als XP. In der Praxis ist das aber meist kein Hindernis.

Neue Hardware ist nicht unbedingt erforderlich – „Ich habe eigentlich noch keinen alten XP-Rechner gesehen, auf dem man Windows 7 nicht irgendwie zum Laufen bekommt“, sagt Computerexperte Günter Born, der über Windows und andere Betriebssysteme mehrere Bücher geschrieben hat.

Allerdings laufen die neuen Windows-Versionen auf alten Rechnern oft nicht flüssig, auch niedrige Bildschirmauflösungen können gelegentlich Probleme machen. Weitere Fallstricke lauern bei externer Hardware.

Für ältere Scanner oder Webcams gibt es möglicherweise nur Treiber für Windows XP, aber nicht für die Nachfolger. „Das sieht man vor allem bei No-Name-Produkten“, sagt Born. Hier bleibt Nutzern nur, einen Blick auf die Herstellerwebseite zu werfen und dort nach passender Software zu suchen.

Schwierig ist auch die Kombination alter Pentium-Prozessoren mit Windows 8. Diese CPUs unterstützen möglicherweise ein technisches Verfahren namens PAE/NX nicht. Die neueste Windows-Version verweigert dann den Dienst, die Vorgänger Vista und 7 laufen aber problemlos.

Windows 7 ist eine Alternative - Für welche Version sich Nutzer entscheiden, ist ansonsten eher Geschmackssache, sagt Born. „Windows 8 hat eine etwas ungewohnte Oberfläche, das liegt nicht jedem.“ Außerdem ist das Programm mit Preisen von 50 bis 60 Euro deutlich teurer als Windows 7, für das Lizenzen im Onlinehandel für um die 20 Euro angeboten werden.

Vista ist dagegen fast vom Markt verschwunden. Außerdem hat Microsoft bereits angekündigt, 2017 den Support für das System einzustellen. Für Windows 7 soll es dagegen noch bis 2020 Updates geben.

Es muss aber auch nicht unbedingt Windows sein. Das quelloffene und kostenlose Betriebssystem Linux läuft nahezu auf jedem PC, einige Varianten sind auch für Laien einfach zu installieren und zu nutzen, etwa das populäre Ubuntu. Dies lässt sich problemlos von einer DVD oder einem USB-Stick aus starten. Nutzer können das System so erst einmal ausprobieren und bei Gefallen direkt von dem jeweiligen Medium installieren – bei Bedarf problemlos neben Windows.

Vor dem Umstieg: Ausprobieren - Ausprobieren verhindert Überraschungen, denn auch unter Linux kann es zum Beispiel Probleme mit Treibern für alte oder exotische Hardware geben. Außerdem können Nutzer so sehen, ob sie mit dem System überhaupt zurechtkommen, sagt Ratgeberautor Born.

„Das sieht unter Linux schon alles ein bisschen anders aus, als man es gewohnt ist.“ Und Computerbesitzer mit dem freien System seien oft auf sich alleine gestellt. „Bei Problemen gibt es oft niemanden im Bekanntenkreis, der genug Fachwissen hat.“ Auf der anderen Seiten bieten zahlreiche Foren im Netz Hilfe in Sachen Ubuntu und Linux.

XP einfach weiter zu nutzen, ist dagegen eher keine gute Idee. „Windows XP ist im Grunde unsicher, sobald der Support eingestellt wird“, warnt Tim Griese vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. „Wir empfehlen daher dringend den Umstieg.“ Der Grund: Ohne Updates werden neu entdeckte Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen. Das macht es Angreifern leicht. Nach dem 8. April 2014 sind XP-Rechner höchstens noch sicher, wenn sie nicht ins Netz gehen.

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