WIRTSCHAFT


Yahoo kauft für fünf Milliarden Dollar eigene Aktien

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Baku, den 21. November (AZERTAG). Yahoo befeuert den Kurs der eigenen Aktie. Der Internetkonzern will bis zu fünf Milliarden Dollar mehr in den Rückkauf der Papiere stecken als bislang geplant. Das Hauptgeschäft gibt den Aktionären hingegen weniger Anlass zur Freude.

Aktionäre von Yahoo können sich über ein Geschenk des Internetkonzerns freuen. Das Unternehmen steckt eigenen Angaben zufolge noch einmal bis zu fünf Milliarden Dollar mehr in den laufenden Rückkauf eigener Anteilsscheine. Yahoo kündigte den Aktienrückkauf etwas versteckt in einer Mitteilung über eine neue, eine Milliarde Dollar schwere Wandelanleihe an, mit der sich das Unternehmen frisches Geld besorgt.

Wenn Unternehmen ihre Aktien zurückkaufen, treibt das gewöhnlich Kurs der Papiere nach oben. So scheint es auch diesmal zu sein - in Folge der Ankündigung gewannen Yahoo-Aktien Chart zeigen nachbörslich um mehr als zwei Prozent an Wert.

Bereits vor einem Jahr hatte der Internetkonzern mit der schillernden Managerin Marissa Mayer an der Spitze sein Rückkaufsprogramm um fünf Milliarden Dollar aufgestockt. Die Summe ist dem jüngsten Geschäftsbericht zufolge inzwischen fast aufgebraucht.

Der kalifornische Konzern hatte seine Kasse zwischenzeitlich durch den Verkauf von Anteilen am florierenden chinesischen Internetkonzern Alibaba füllen können. Nach letztem Stand hält Yahoo noch 24 Prozent, die Beteiligung ist der Schatz des Unternehmens. Außer dem laufenden Aktienrückkauf gilt sie als Hauptgrund für den seit Monaten andauernden Anstieg der Yahoo-Aktie.

Dagegen schrumpften die Einnahmen aus dem Hauptgeschäft mit Online-Werbung zuletzt ebenso wie die Gewinne. Die vor einem guten Jahr bei Yahoo angetretene Mayer will das Ruder mit neuen Produkten wie Smartphone-Apps herumreißen. Viel Geld investierte der Konzern auch in eine Generalüberholung seiner Fotoplattform Flickr sowie den Kauf der Blog-Plattform Tumblr. Außerdem hat Yahoo Starreporter und Kolumnisten von traditionellen Medienfirmen abgeworben - zum Beispiel David Pogue von der New York Times -, um die Reichweite seiner Portale weiter auszubauen.

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