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Zahl der Toten auf 47 gestiegen

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Tokio, 1. Oktober (AZERTAG). Bei den Bergungsarbeiten vier Tage nach dem Ausbruch des Ontake Vulkans in Japan haben Helfer die Leichen von elf weiteren Bergwanderern entdeckt. Damit ist die Zahl der Todesopfer auf 47 gestiegen. Wie die Katastrophenschutzbehörde der Präfektur Nagano am Mittwoch mitteilte, werden noch weitere Menschen vermisst.

Nach Angaben der Zeitung Asahi Shimbun waren zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs 327 Bergwanderer offiziell beim zuständigen Tourismusverband registriert. Normalerweise meldeten sich aber nur zehn bis 20 Prozent der Bergsteiger in der Hochsaison an, hieß es. Die Rettungskräfte hoffen nun, dass viele derjenigen, die bis jetzt nicht kontaktiert werden konnten, schlicht vergessen haben, sich nach dem Unglück zu melden.

Ohne vorherige Warnzeichen bricht der Vulkan Ontake in Japan aus - mindestens 31 Menschen sterben. Die Rettungsarbeiten müssen wegen giftiger Gase abgebrochen werden.

Bereits jetzt handelt es sich bei dem Ausbruch des Ontake Vulkans am vergangenen Samstag um den folgenschwersten Vulkanausbruch in der Geschichte Japans nach dem Zweiten Weltkrieg. 1991 waren 43 Menschen ums Leben gekommen, als der Vulkan Unzen ausgebrochen war.

Seit Samstag durchkämmen etwa tausend Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleute das von einer zentimeterhohen Ascheschicht bedeckte Unglücksgebiet nach den Opfern. Hubschrauber unterstützen die Rettungskräfte. Sie arbeiten unter schwierigen Bedingungen.

Auch am Mittwoch warnte die Wetterbehörde, die Eruption sei immer noch im Gange und es bestünde Explosionsgefahr. Zusätzlich behindert die hohe Konzentration giftiger Schwefelgase die Bergungsarbeiten. In den vergangenen Tagen mussten die Einsätze deshalb immer wieder eingestellt werden.

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